Thai Massage, entstanden in Tempeln und Klöstern

Thai Massage ist ein wichtiger Bestandteil der traditionellen Thaimedizin. Die Thai-Massage entwickelte sich in den Tempeln und Klöstern Thailands zu der Form von Gesundheitsvorsorge, wie wir sie heute kennen.

Die Ursprünge der Thai Massage erreichten Thailand gemeinsam mit dem Buddhismus. Die Tempel und die Klöster Thailands werden somit auch als die Wiege der Thai Massage, in der Art wie wir sie heute kennen, bezeichnet. Ebenso wie christliche Klöster in Europa waren auch die buddhistischen Klöster bei der Institutionalisierung medizinischer Heilkunst von großer Bedeutung.[1] Für lange Zeit waren die Mönche in Asien und Europa der wichtigste Faktor für die Erhaltung schriftlichen Wissens.[2]

Bereits zu Lebzeiten Buddhas behandelten und pflegten sich die Mönche bei Krankheiten untereinander. Bald bemühten sie sich auch um die Gesundheit der übrigen Bevölkerung.[3] Bezüglich des Wissen über traditionelle thailändische Medizin, von der die Thai Massage ein wichtiger Bestandteil ist, werden die Klöster in Thailand auch gegenwärtig als wichtige Quelle gesehen.[4]

In einer großen Zahl von thailändischen Klöstern wird Thaimassage auch heute gelehrt und ausgeübt, so z. B. im größten und ältesten Kloster Bangkoks, dem Wat Pho (Wat Phra Chetuphon).[5] Der Begründer der heutigen Thai-Dynastie, König Rama I, erbaute Wat Phra Chetuphon gegen Ende des 17. Jahrhunderts.[6] Einfachen Leuten, die sich aus finanziellen Gründen einen Krankenhaus- oder Sanatoriumsaufenthalt nicht leisten können, dienen die Tempel auch heute noch als Anlaufstelle für Fragen der Gesundheit.[7]

  1. Vgl. Zysk (1998), S. 6.
  2. Vgl. Brun (2003), S. 116.
  3. Vgl. Zysk (1998), S. 41.
  4. Vgl. Mulholland (1979), S. 85.
  5. Vgl. Stürner (2001), S. 10f.
  6. Vgl. Salguero (2003), S. 8.
  7. Vgl. Chow (2005), S. 13.

Literaturverzeichnis

  1. Brun, V. (2003): Traditional Thai Medicine. In: Selin, H. / Shapiro, H. (Hrsg.): Medicine Across Cultures. History and Practice of Medicine in Non-Western Cultures. Boston / London 2003. S. 115-132.
  2. Chow, K. T. (2005): Thai-Yoga-Massage. Eine dynamische Therapie für körperliches Wohlbefinden und geistige Energie. Baden / München 2005.
  3. Mulholland, J. (1979): Thai Traditional Medicine: Ancient Thought and Practice in a Thai Context. In: Journal of the Siam Society 2/1979. S. 80-115.
  4. Salguero, C. P. (2003): A Thai Herbal. Traditional Recipes for Health and Harmony. Forres 2003.
  5. Stürner, E. (2001): Nuad. Die traditionelle Thai Massage. München 2001.
  6. Zysk, K. G. (1998): Asceticism and healing in Ancient India. Medicine in the Buddhist Monastery. Indian Medical Tradition Vol. 2. 2. Aufl. Delhi 1998.

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