Du bist was Du isst – Warum haben wir mit Pfunden zu kämpfen?

Jeder ist daran interessiert, ein möglichst langes Leben bei körperlicher Gesundheit zu führen. Dabei schenken wir oft dem naheliegenden und einfachsten Mittel, das dabei helfen kann, viel zu wenig Beachtung: Der gesunden Ernährung. Dieser Zusammenhang ist naheliegend, einfach, und wird allzu gern übersehen: Du bist was Du isst!

Vor dem Genuß des nächsten Schokoladenpuddings denken Sie also bitte daran, dass dieser im Körper weiterlebt… Ihr Körper wird nämlich fleißig Zucker in Fettzellen umwandeln. Dieser sehr effiziente Vorgang ist vom Körper nur gut gemeint: Für uns Menschen ist seit Tausenden von Jahren eine gewisse Reserve-Bildung in Form von Speck überlebensnotwendig. Auch wenn wir zu schnell oder zu viel essen geschieht das – auf Grund der damals noch berechtigten ‘Wer weiss wann’s mal wieder was gibt?-Angst’. Im Gegensatz zu heute durchlebten die Menschen damals genügend ‘Magere zeiten’, in denen man sich das Fett wieder bis auf die Knochen abhungern konnte. Auch enthielten die damaligen Lebensmittel noch ihren vollen Nährstoffgehalt. Früchte wurden direkt vom Strauch gefuttert, Fleisch und Fisch wurde sofort nach der Jagd verzehrt, denn Urmenschen besaßen weder Tiefkühltruhe noch Konservendose.

In der Gegenwart noch immer ausgestattet mit seinen ererbten Ur-Instinkten streift der Mensch durch die Supermärkte, Burger-Tempel und Restaurants. Er nascht von der feilgebotenen Kost, die von ihren Nährstoffen vielfach durch Transport, Erhitzen, Bestrahlung und Lagerung befreit wurde, und deren Geschmack nur allzu oft mit Zucker aufgepeppt wird. Das schmeckt so gut, da nimmt man doch gleich die doppelte Portion…

Von Plakaten und Zeitschriftentitelblättern lächeln währenddessen Knochengerüste herunter, die ihm als figürliche Vorbilder dienen sollen. Das Model (das sich selbst von 1 Becher Joghurt / Tag ernährt) macht dort Werbung für – Süßigkeiten… Zum Heißhunger auf Pralinen kommen nagende Schuldgefühle auf, nicht schlank genug zu sein, was wiederum Heißhunger auf Trost-Pralinen macht, usw.

Haben Sie jetzt Diät-Pläne? Vorsicht… Jede Frühlings-Saison beschert uns einen neuen Ernährungs-Papst, der uns je nach Couleur zu Fett-Hassern, Kohlehydrat-Jüngern oder Spargel-Fetischisten seiner neuesten XY-Diät erziehen will. Nur langsam verschafft sich die Erkenntnis Gehör, dass man mit einer einseitigen Diät das Gegenteil vom angestrebten Ziel erreicht: Der Körper schaltet in Diät-Zeiten auf Sparflamme und verwertet die Nahrung besser, d.h. er zieht auch den letzten Krümel Fett aus der Diät-Wurst und legt ihn ‘gewinnbringend’ in Depots an. Leider fährt er mit dieser Fett-Anlage perfiderweise fort, wenn die Portionen bereits wieder in normaler Größe hereinkommen. Sein nicht unberechtigtes Mißtrauen gegen unsere Fähigkeit, ihm auch morgen noch gleichbleibend grosse Portionen zuzuführen, veranlasst den Körper, sich auf das schon erwähnte ‘wer weiss wann’s mal wieder was gibt’ zu besinnen – und entsprechende Vorräte anzulegen.

Wenn die Rettungsringe also dauerhaft weichen sollen, kommt man doch nicht drumherum, die täglichen Ernährungsgewohnheiten auf regelmäßige, ausgewogene und knappe Portionen umzustellen.

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