Was bedeutet „Evangelium“?

Das Wort Evangelium stammt aus dem griechischen und bedeutet übersetzt so viel wie „Botschaft, die froh macht“, oder kurz: Die frohe Botschaft bzw. die gute Nachricht.
Im Neuen Testament meint Evangelium die Verkündigung von und über Jesus durch das gesprochene Wort, in erster Linie über das Wirken Jesu, sein Leiden (Passion), seinen stellvertretenden Opfertod und seine Auferstehung.

Zunächst bedeutete Evangelium nichts Geschriebenes, denn Jesus selbst hatte nichts aufgeschrieben und seine Jünger nirgends dazu aufgefordert. Diese sollten vielmehr das Evangelium in alle Welt hinaustragen und verkünden (siehe der Missionsbefehl aus Matthäus 28 und Markus 16,15). Erst Jahrzehnte später wurde die Frohe Botschaft auch niedergeschrieben, um das Wort Gottes allen Menschen auf der Welt zugänglich zu machen.

Die Personen, die das Evangelium niederschrieben, nennt man auch Evangelisten, es sind dies Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Es gibt allerdings nur ein einziges Evangelium, welches von diesen vier Schreibern aber aus unterschiedlichen Perspektiven beschrieben wurde.

Die Frohe Botschaft besteht darin, dass Gott seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus für die Sünden der Menschen geopfert hat, indem dieser am Kreuz sterben musste. Jesus starb ohne selbst je irgendetwas verbrochen zu haben, also völlig unschuldig. Er gab sein Leben stellvertretend für die Menschen hin. Nur auf diese Weise war und ist Erlösung für einen Menschen möglich. Nötig, um dieses Geschenk Gottes anzunehmen, ist der Glaube an den, der dieses Opfer brachte, also Jesus Christus.

Das Evangelium beinhaltet aber auch die Auferstehung Jesu am dritten Tage. Nur deshalb, weil Jesus auch heute noch lebt, dürfen die Gläubigen Hoffnung haben, ebenfalls einst das ewige Leben bei Gott anzutreten. Diesen Umstand betont der Apostel Paulus im fünfzehnten Kapitel des ersten Korintherbriefes.

Heute ist es nach wie vor die Aufgabe der Christen, das Evangelium weiter zu verbreiten. Der Auftrag Jesu dazu ist nie erloschen. So ist es zu erklären, dass Christen auf verschiedene Weisen versuchen, Menschen für Christus zu gewinnen. Missionare bereisen dazu sogar weit entfernte Länder. Aber auch die Inlandsevangelisation gewinnt immer mehr an Bedeutung. Gerade in Zeiten des Werteverfalls und der Hoffnungslosigkeit für viele ist es ein Trost, dass es in Jesus jemanden gibt, der für alle Menschen da ist und der diejenigen aufnimmt, die an seine Türe klopfen.

Eckart Haase

Verlinken Sie diesen Artikel auf Ihrer Webseite:

nach oben |

Ranking-Hits