Urintherapie

Urintherapie
In vielen Kulturen wurde der Eigenharn zur Behandlung fast aller Krankheiten verwandt. Manchen Leser mag jetzt ein gewisser Ekel überkommen. Dieser Ekel, in vielen Fällen Folge einer lebensnotwendigen Hygiene, ist in diesem Falle aber unangebracht. Schon im alten Ägypten konnten Heilkundige rund 60 Krankheiten allein durch Besichtigung des Urins herausfinden. Was passiert, wenn wir Flüssigkeiten aufnehmen und wieder ausscheiden?
Folgt man dem homöopathischen Ansatz geschieht folgendes:
Auf dem Weg durch den Körper nimmt das Wasser Informationen auf über all die Funktionen, die nicht vollständig in Ordnung sind. Der Urin spiegelt wieder, was der Körper nicht optimal bewältigt. Beim Trinken des eigenen Urins wird Gleiches mit Gleichem behandelt. Giftstoffe, die den Körper verlassen, befinden sich in einem verdünnten, verträglichen Zustand und führen bei erneuter Aufnahme zu einer verstärkten Entgiftungsreaktion.

Urin enthält im wesentlichen folgende Bestandteile:

  • verdünnte Giftstoffe
  • Stoffe, die nicht mehr benötigt oder im Körper gelagert werden können
  • Harnstoff
  • Hormone
  • Immunglobulin – Abwehrstoffe, die in den Harnwegen zum Schutz gegen Mikroben dienen
  • Proteine, die beim erneuten Zuführen als Modulatoren des Immunsystems wirken sollen
  • Mineralien
  • Enzyme
  • Wasser (95%)

In welcher Form kann Urin angewendet werden?

Als Getränk, zur Inhalation und zum Gurgeln, in Einläufen, Umschlägen, zur Abreibung, Spülung, als Bad, als homöopathisches Mittel, zur Injektion (abgekocht)

Wobei hilft Urin und wie wird er eingesetzt?

  • Asthma
  • Allergien
  • Bronchitis, chronische Erkrankungen (Rheuma, Arthritis, etc)
  • Durchfall
  • Erkältungen
  • Scheidenentzündungen
  • Migräne: trinken und Kopfwickel
  • Insektenstiche: betupfen, Kompresse
  • Neurodermitis: Kompressen, Abreibungen
  • Schweißfüße: mit Urin getränkte Socken anziehen
  • Bei Wassermangel ist es besser, den eigenen Urin zu trinken, als zu verdursten. Auch bei Katastrophen kommt der Harn zum Einsatz.

Urinkur

Trinken Sie in Absprache mit Ihrem Arzt zu Begin 2 Wochen lang täglich morgens ein Glas Ihres Urins nüchtern. Es sollte der Morgenurin sein, weil er höher konzentriert ist. Zur Entnahme warten sie ab bis die ersten Strahlen des Urins ihren Körper verlassen haben. Benutzen sie den so genannten Mittelstrahlurin .Er ist am besten, denn zu Beginn werden die Bakterien aus der Harnröhre herausgespült. Zum Eingewöhnen reichen für den Anfang zwei bis drei Schlucke.

Beachte: Urin muss sofort getrunken werden, weil er durch die rasante Vermehrung von Bakterien schnell zersetzt wird und der wesentliche Effekt verloren geht. Viele Stoffe werden unwirksam oder sogar ungenießbar bis giftig.

Haben sie einen Ekel gegen das Trinken, so reiben Sie zwei Wochen lang je einen Tropfen Eigenurin in beide Armbeugen ein.
Wie bei allen gesundheitlichen Tips aber gilt:
Therapien nie ohne vorherige Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker beginnen!

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