Lernstile – visuell, auditiv oder kinästhetisch?

Manche Menschen denken in Bildern und müssen visualisieren, um zu lernen. Andere lernen am besten, indem sie jemandem zuhören. Seinen Lernstil zu kennen, bringt einfachere Lernerfolge.

Der visuelle Lernstil:
Visuelle Lerner lernen durch Sehen und Visualisieren. Sie mögen es, wenn Informationen anhand von Bildern, Diagrammen und Schaubildern vermittelt werden. Auch durch Vorführungen und das Ansehen von Videos lernen sie gut. Sie lesen Texte lieber selbst als sie vorgelesen zu bekommen und mögen es, wenn die Texte durch Tabellen und Listen eine visuelle Struktur haben. Der visuelle Lernstil entsteht durch völlig andere Denkkonzepte der auditive Lernstil. Visuelle Lerner müssen Visualisieren, um das Konzept zu verstehen. Übung bringt ihnen dabei nichts, und wenn sie die Idee einmal verstanden haben, brauchen sie auch keine Übung mehr, sie werden sie auch so erinnern. Dieser Lernstil ist häufig mit ADS/ADHS, Asperger-Syndrom und Autismus verbunden.

Der auditive Lernstil:
Auditive Lerner lernen durch Hören und Zuhören. Sie mögen Vorlesungen, Audiomaterial auf CDs oder Kassetten und mündliche Erklärungen und Anweisungen. In (mündlichen) Diskussionen und Debatten lernen sie viel, ebeso dadurch, dass sie selbst laut sagen, was sie sich merken wollen. Sie sind leicht ablenkbar durch Geräusche. Mit dem Schreiben haben sie Schwierigkeiten; sie ziehen mündliche Kommunikation vor.

Der kinästhetische Lernstil:
Kinästhetische Lerner lernen durch Handeln und Selbermachen. Sie mögen es, Gegenstände anzufassen und zu verändern und zu lernen, indem sie etwas tun. Mit Abstraktionen haben sie Probleme und brauchen Übung, um eine Idee wirklich zu verstehen.

Die Lernstile werden in der Schule und anderen Bildungseinrichtungen in unterschiedlichem Maße bedient. Vor allem Menschen mit großen Stärken in einem Lernstil und großen Schwächen in einem anderen gehören zu einer Risikogruppe, bei der weder ihre Begabung noch ihre spezifischen Probleme erkannt werden.

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