Tacho Justierung

Der Begriff Tachojustierung findet in zwei Verschiedenen Bereichen Verwendungen: Wird ein Auto auf, vom Fahrzeugschein abweichende, Reifen umgerüstet so kann es zu Abweichungen bei der Geschwindigkeitsanzeige kommen. Umso kleiner der Reifenumfang wird, desto mehr Umdrehungen muss für den gleichen Weg auf der Fahrbahn zurücklegen werden. Der Tacho läuft also voraus. Bei einem größeren Reifenumfang geht der Tachometer dann also nach. Laut Gesetzgeber darf der Geschwindigkeitsmesser nicht nachgehen und nur maximal 10 Prozent vorgehen. Bei über Wellen getriebenen Tachos gibt es die Möglichkeit ein Zwischengetriebe mit spezieller Übersetzung in den Wellenantrieb ein zu setzen, so dass am Endpunkt der Welle, diese wieder mit der Weg-Streckenzahl des Tachos übereinstimmt. Außerdem gibt es die Möglichkeit, die Steifheit der eingebauten Feder durch Tausch zu verändern. Angleichdienste für Tachos machen so etwas noch heute. Tachos von heute bewegen ihre Nadeln über Linearmotoren, deren Signale zur Ansteuerung müssen dann verändert werden, dieses läuft dann direkt über einen Softwareeingriff ab, die so genannte Tachojustierung.

Der Begriff Tachojustierung wird andererseits auch bei der Tachomanipulation verwendet. Hierbei wird der Kilometerstand in der Anzeige des Tachos geändert. 1979 entschied der Bundesgerichtshof, dass Manipulationen am Tacho rechtlich noch keine Fälschung technischer Daten bedeutet. Also ist diese Dienstleistung zwar nicht illegal, wird aber oft zur Verschleierung des wahren Kilometerstandes genutzt. Der Betrug beginnt erst dann, wenn das manipulierte Auto weiterverkauft oder an den Besitzer, z.B. eine Leasingfirma zurückgegeben und der Händler nicht über die Tachoeinstellung informiert wird.

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