Abgrenzung Coaching zur Psychotherapie

Coaching ist eine Form der Beratung für Personen mit Managementaufgaben (Führungskräfte, Freiberufler) sowie auch in privaten Angelegenheiten der allgemeinen Lebensgestaltung.

In einer Kombination aus individueller, unterstützender Problembewältigung und persönlicher Beratung und Begleitung hilft der Coach als neutraler Feedbackgeber. Als Prozessberater forciert der Coach die systematische Aufarbeitung von Problemursachen er unterstütz den Klienten, dabei eigene Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.

Ein Grundziel des Coachings ist die Hilfe zur Selbsthilfe und die Förderung von Verantwortung, Bewusstsein und Selbstreflexionsvermögen. Coaching kann helfen, wenn Probleme akut werden (bzw. geworden sind) und nicht – oder nur schwer – alleine gelöst werden können. Der Coach ist ein diskreter Berater, unterliegt keinen Interessen Dritter und ist kein Therapeut.

Psychotherapie ist die Behandlung von psychischen Störungen mit Krankheitswert, dazu zählen unter anderem Depressionen, Ängste, Essstörungen, Zwänge, Sexualstörungen oder psychosomatische Erkrankungen. Auch werden psychotherapeutische Maßnahmen immer häufiger als Ergänzung zu medizinischer Behandlung eingesetzt, so etwa bei Schmerzzuständen oder schweren körperlichen Erkrankungen z.B. Tumorerkrankungen (Psychoonkologie).

Wörtlich übersetzt bedeutet Psychotherapie „Behandlung der Seele“ bzw. Behandlung von seelischen Problemen. Mit psychologischen Methoden wie psychotherapeutischen Gesprächen, Entspannungsverfahren oder kognitiven Methoden werden Störungen des Denkens, Handelns und Erlebens identifiziert und therapiert. Psychotherapie ist eine gezielte Behandlung einer psychischen Krankheit.

Ziel ist die Linderung bzw. Heilung der Krankheitssymptome. Eine Grundvoraussetzung für psychotherapeutische Behandlung ist die Diagnose einer psychischen Erkrankung sowie die Einsichtsfähigkeit und der Leidensdruck des Patienten.

Abgrenzungsschwierigkeiten: In der Realität sind diese beiden Erscheinungsformen menschlicher Problemkonstellationen nicht immer exakt zu trennen; es existiert eine nebulöse Grauzone; z.B. ist eine Flugangst zwar unangenehm aber etwas durchaus Nachvollziehbares („Normales“). Eine Angsterkrankung in Form einer Phobie vor dem Fliegen jedoch eine Erkrankung lt. der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (F 40).

Genauso schwierig ist die Abgrenzung „schlechter Stimmungslagen“. Handelt es sich und eine Depression oder einfach eine Form mangelnden Selbstwertes, unerfüllter Lebenswünsche, Versagungen des Alltags?

Genauso bei Stressphänomenen, Überlastung, Mobbing, Eheproblemen etc. Wann ist eine Reaktion noch „gesund, wann krank? Die Abgrenzung und Klassifikation solcher Phänomene braucht Diagnostische Grundkenntnisse und therapeutische Erfahrung.

Problemstellung: Da in Deutschland therapeutische Tätigkeit nur den staatlich berechtigten Therapeuten (Ärzten, Psychotherapeuten, Heilpraktikern erlaubt ist, macht sich jeder Bürger strafbar, der gegen das Therapiegesetz verstößt. Unkenntnis schützt auch hier nicht vor Strafe. Um dagegen geschützt zu sein, ist es allen in der psychologischen Beratung Tätigen (z.B. Coaches) anzuraten, die Erlaubnis zu Psychotherapie zu erwerben. Dies geschieht durch eine staatliche Überprüfung nach dem Heilpraktikergesetz.

http://www.nlp-trainings-tille.de

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