Warum Bauchtanz 400 Jahre lang nur von Männern getanzt wurde!
- VORAB -
Zadiel und andere orientalische Bauchtänzer stehen in der Osmanischen Bauchtanztradition,
wo es den Frauen 400 Jahre lang verboten war vor den Männern zu tanzen und die
männlichen Tänzer für Ihre Darbietungen Berühmtheit erlangten. Man nannte
Sie (Plural) Köceks / (Singular) Köcek. So ein Tänzer ist zb. Zadiel www.zadiel.de
– Kleine Geschichte dazu –
Als das Mittelalter nicht nur im Orient sondern auch im Okzident in voller Blüte stand, begann für die Tänzerinnen eine nicht gerade rosige Zeit. In Bagdad beschloß ein sehr wohlhabender und reicher Pascha (Name leider nicht bekannt), daß Frauen nicht mehr in der Öffentlichkeit und schon gar nicht mit freiem Bauch tanzen durften.
Da aber das Bedürfnis nach Erotik, Sinnlichkeit und Magie groß war, wollte man nicht auf den Tanz verzichten. – Aber was nun? Der Pascha befahl, daß von nun an Männer diese Reize ausüben sollten. Aber welche Männer waren geeignet? Es sollten Männer sein, die sehr weiblich wirkten, weibliche Reize und Charme besaßen, Erotik und Sinnlichkeit ausstrahlten. Bauchtanz für Männer war geboren.
Da es an allen Palästen und Höfen Eunuchen und homosexuelle Männer gab, waren es meist sie, die die Rollen der Tänzerinnen übernahmen. Zum Teil wurden die Tänze weiterhin so getanzt, wie es die Frauen tanzten, zum anderen wurden auch manche Tänze umgeschrieben oder neue Tänze erfunden. Männer tanzten den Ballady z.B. härter als die Frauen, Saidi wurde neu gestaltet
und umgeschrieben.
Der Stocktanz, Säbeltanz und Folkloretänze durften nur noch von Männern getanzt werden. Dies war aber nicht alles. Im Jemen tanzen heute noch Männer zwar nicht den Tanz der Frauen sondern eigene Tänze. Diese Tänze gehen noch weiter zurück in die Geschichte.
Jemenitische Männer oder die Jüngeren,die zum Mann heran reiften tanzten einen Ritualtanz. Es war ein Tanz mit dem Krummdolch. Dabei bewiesen sie ihre Männlichkeit und Heiratswilligkeit gegenüber den jungen Frauen.
In anderen Regionen des arabisch-sprechenden Raumes war es üblich, daß Frauen und Männer zusammen tanzten. Es war auch so, daß die Frauen, die heiraten wollten, sich ihre Männer aussuchten, während sie tanzten. Dieser Tanz heißt seit Jahrhunderten Hagalla. Viele Fachzeitschriften z.B. die Halima behaupten ja, daß der Hagalla ausschließlich von Frauen getanzt wird. Aber das ist ein Irrtum. Zwar tanzen die Frauen die Hauptrolle aber die Männer kamen hinzu.
Männer gehören genauso in den Orientalischen Tanz wie in den Flamenco, in das Ballett oder auch in die Oper. Man nehme nur die Barock Zeit, wo z.B. Knaben verstümmelt wurden, um ihre hohe Stimme zu erhalten, um am Hofe zu singen und den englischen Damen ein Spielgefährte zu sein , z.B. Farinelli.
Man weiß heute nicht mit Sicherheit, wo der Bauchtanz seinen Ursprung hatte – man vermutet im Alten Ägypten oder auch im Afrikanischen, wo die Schwarzägypter lebten. Was man aber mit Sicherheit weiß ist, daß Frauen diesen Tanz tanzten um ihre Freude oder ihre Wut zum Ausdruck zu bringen.
Es ist auch sicher, daß der Tanz im Alten Ägypten ein Ritual- und Geburtstanz war. Sie tanzten mit ihrer Amme vor der Geburt, wenn die Wehen einzusetzen schienen, um den Geburtsvorgang zu erleichtern.
In den Tempeln der Isis, Osiris und der Göttin Hathor – um nur einige der vielen Gottheiten zu nennen – wurden reine Ritualtänze aufgeführt. An bestimmten Tagen im Jahr opferte man Rinder, Hühner, Lämmer aber auch Weihrauch, Myrrhe und Minze, um die Götter friedlich zu stimmen, wenn ein Verwandter heiratete oder verstarb.
Das waren Anlässe, bei denen solche Tänze zelebriert wurden. In den Bauchtanz flossen Elemente aus verschiedenen Tänzen benachbarter Kulturen ein.
Es gab Vermischungen mit dem Andalusischen Flamenco, aus Afrikanischen Tänzen übernahm man die schnellen Hüftdrehungen, die man hier Afro nennt und vieles andere mehr.
MEHR DAZU AUF: http://www.zadiel.de
Verlinken Sie diesen Artikel auf Ihrer Webseite: