Volkskrankheit Rückenschmerzen
Die Diagnostik und die Suche nach den Ursachen stellt auch Experten häufig vor größere Probleme, die Anzahl chronischer Schmerzpatienten ist nicht unerheblich und belastet in der Folge von Arbeitsausfällen bis zur Frühberentung die Volkswirtschaft auf vielfältige Weise.
Mangelnde Bewegung bedeutet für den Körper eine lang anhaltende einseitige statische Belastung in jeder Körperhaltung auszuhalten. Muskeln, das Bindegewebe und die Gelenke können sich so nicht erholen, sondern stehen unter Dauerstress. Andere Muskelgruppen bleiben unterfordert und bauen Kraft, Vitalität und Ausdauer ab.
Die Folge sind sogenannte Dysbalancen, d.h. Ungleichheiten in der Körperstatik und -dynamik. Manche zeigen sich dem Betrachter mehr in der Bewegung, manche mehr in der Körperhaltung. Solche Ungleichgewichte bauen sich häufig über Jahre hinweg schleichend auf und bleiben erst weitgehend unbemerkt – manifestieren sich aber dauerhaft in ganz bestimmten Spannungs- und Belastungsmustern im Körper.
Auslösend kommt irgendwann eine zusätzliche Belastung hinzu oder es verstärkt sich eine bestimmte Belastung über eine Schwelle. Dann kann der Damm, der bisher den Kräften trotzte, brechen. Als Beispiel diene eine vorgeneigte Körperhaltung mit immer stärker werdendem Rundrücken. Der Kopf mit seinen über fünf Kilogramm wandert allmählich weiter nach vorne. Die Muskeln des Nackens und der Schultern zeigen es häufig zuerst an.
Wer sich ertappt auf einem ähnlichen Weg zu sein, der tut gut daran vorbeugend zu handeln. Es gibt inzwischen eine Vielzahl an Methoden, die hier unterstützend helfen können (Yoga, Tai Chi, Fedenkrais, Pilates, Osteopathie, Rolfing etc). Wichtig wäre es allerdings einen Weg zu finden, der auch langfristig Spass macht und nicht nur ein kurzes Feuer der Aktivität entfacht.
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