Weinanbau in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz ist das Weinland Nummer Eins in Deutschland. Insgesamt gibt es rund 12.000 Winzer in RLP, sechs der insgesamt dreizehn deutschen Anbaugebiete liegen in dem Bundesland im Südwesten der Republik.

Das macht sich bemerkbar: Etwa zwei Drittel des deutschen Weines stammen aus Rheinland-Pfalz. Im Schnitt werden in den Anbaugebieten Mittelrhein, Mosel-Saar-Ruwer, Nahe, Rheinhessen Ahr und Pfalz zwischen sechs und 6,5 Millionen Hektoliter Wein jährlich gekeltert. Umgerechnet bedeutet das: Jeder Liter Wein benötigt rund einen Quadratmeter Anbaufläche. Allerdings ist der Ertrag geringer, je hochwertiger ein Wein ausgebaut wird.

Das wohl wichtigste Kennzeichen des Weinbaus in Rheinland-Pfalz sind die zahlreichen verschiedenen Rebsorten: Auf mehr als 60.000 Hektar werden hier vor allem die weißen “Klassiker” angebaut:

Riesling, Müller-Thurgau, Silvaner und Kerner sowie die beiden weißen Burgundersorten (Weißer und Grauer Burgunder).

Frische, fruchtige Weißweine zählen zu den Spezialitäten aus Rheinland-Pfalz, durch die das kleine Bundesland mittlerweile auch außerhalb Deutschlands auf sich aufmerksam gemacht hat. In ganz Deutschland liegt der Anteil von Weißwein am Gesamtmarkt bei rund 40 Prozent.

Bei den Rotweinsorten, die mittlerweile auf rund 20.000 Hektar wachsen, dominiert schon seit langem der Dornfelder, gefolgt von Portugieser und Spätburgunder. Daneben gibt es allerdings immer mehr Winzer, die sich auf Rebsorten spezialisieren, die man in Deutschland eigentlich nicht vermuten würde, zum Beispiel Chardonnay oder St. Laurent.

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