Ernährungsexperte entlarvt Lügen der Fastenmaffia
Warnung: Auch „Heilfasten“ könnte tödlich enden
(Köln – 31. Januar 2007): Unkontrolliertes Fasten kann tödlich enden, warnt Diätexperte Sven-David Müller-Nothmann vom Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) in Köln. Das Frühjahr ist die Fastenzeit in Deutschland, und viele Menschen fallen auf die Versprechungen der Fastenmaffia herein. Mit den Worten Entschlackung, Abnehmen und Entgiftung wickeln sie den Verbraucher ein und verschweigen dabei, dass sogar der Begriff „Heilfasten“ selbstgewählt ist. Trotz jahrelanger Forderungen der wissenschaftlichen Fachgesellschaften können die Fastenbefürworter immer noch keine in internationalen Fachzeitschriften publizierten wissenschaftlichen Daten vorlegen, die beweisen, dass diese Methode Vorteile bietet. Die Nachteile sind demgegenüber eindeutig: Fasten kann zur massiven Mangelernährung, zum Abbau von Muskulatur, zur Übersäuerung (Ketoacidose), zu Gichtanfällen, zu Nierensteinen, zu Konzentrationsstörungen, zu Kreislaufproblemen und zu gefährlichem metabolischem Stress führen. Leider verschweigen die Fastenbefürworter, dass beim Fasten der Körper insbesondere Proteine aus den Muskeln abbaut. Das führt zum Absinken des Grundumsatzes und erklärt den Jojo-Effekt, unter dem fast alle Menschen nach dem Fasten leiden. Fasten macht also dauerhaft dick. Ein Abbau der Muskulatur ist für das Herz gefährlich und für die Gewebestruktur negativ. Fasten kann also tödlich enden und führt zu häßlicher Cellulite. Wer seine Gesundheit grundlos gefährden, immer mehr zunehmen und immer schwächeres Gewebe haben möchte, sollte fasten, witzelt Müller-Nothmann.
Der Vitamin- und Mineralstoffbedarf ist beim Fasten nicht gedeckt und natürlich verarmt der Organismus auch an lebenswichtigen Amino- und Fettsäuren. Das kann lebensgefährlich sein. Das immer wieder angeführte Wohlbefinden, das einige Fastenanhänger beschreiben, ist auf die Ausschüttung von Endorphinen zurückzuführen. Der Körper schüttet diese Neuropeptide in Notfallsituationen aus, um Schmerzen und Hunger nicht zu verspüren. Das als positiv darzustellen, ist Blasphemie, klagt Sven-David Müller-Nothmann, den der Bundespräsident 2005 für seinen Einsatz um die Ernährungsaufklärung mit dem Bundesverdienstkreuz auszeichnete, die Fastenbefürworter an.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) steht dem Fasten besonders kritisch gegenüber und verlautet, dass Heilfasten und Fasten zur Gewichtsreduktion ungeeignet sind.
Buchtipps für eine gesunde Ernährungsweise:
Moderne Ernährungsmärchen, Sven-David Müller-Nothmann, Michael Vogt und Doreen Nothmann, Schlütersche Verlagsanstalt, ISBN 3-89993-524-1, 12,90 Euro
Die Müller-Diät, Sven-David Müller-Nothmann, Schlütersche Verlagsanstalt, ISBN 3-89993-504-7, 12,90 Euro
Das Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) mit Sitz in Köln widmet sich insbesondere der individuellen Ernährungsberatung und betreibt wissenschaftlich begründete publikumsorientierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Ernährung, Prävention und Diätetik. Der bekannte Medizinpublizist Sven-David Müller-Nothmann leitet das ZEK. Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK), Sven-David Müller-Nothmann, Gotenring 37, 50679 Köln-Deutz, 0177-2353525, http://www.svendavidmueller.de, info@svendavidmueller.de
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