Nein zur Einzelhaltung von Papageien und Sittichen !
Auch der Mensch kann niemals den Artgenossen ersetzen. Selbst wenn man 24 Stunden am Tag Zeit hätte, so spricht man doch nicht die gleiche Sprache, kann den Sexualpartner nicht ersetzen und in Abwesenheit des Halters verfällt das Tier in eine schwere Krise. Oftmals entwickeln Einzelvögel massive Verhaltensstörungen. Das Spektrum reicht von permanentem Schreien, über Apathie, immer gleiche Bewegungsabläufe bis hin zur Selbstverstümmelung indem die Tiere sich die Federn abbeißen. In den schlimmsten Fällen werden die Kiele bis auf die Haut abgefressen. Schorfige Narben und nackte Haut sind die Folge.
Neben dem Partnertier gibt es natürlich noch mehr Punkte zu beachten. Vögel brauchen deutlich mehr Platz, als gängige Käfige vermuten lassen. Die Tiere müssen in der Voliere mindestens einmal flattern können, täglicher Freiflug ist unerlässlich. Dabei machen die Tiere keinen Unterschied zwischen ihnen angebotenem Spielzeug und teuren Möbeln, Gemälden oder der Couch. Nicht nur Großpapageien, sondern auch kleinere Vogelarten können erhebliche Schäden an der Einrichtung verursachen. Dessen sollte man sich immer bewusst sein, wenn man über die Anschaffung von Sittichen oder Papageien nachdenkt. Man kann Vögel kaum erziehen und dementsprechend werden sie auch nicht stubenrein.
Hat man sich dennoch für das Federvieh entschieden, ist allein das Beobachten der Tiere ein wahrer Genuss. Jede Vogelart pflegt ein anderes typische Verhalten, das hoch interessant sein kann!
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