Dias digitalisieren: Probleme mit Staub und Kratzern

Betrachtet man den Diafilm unter einer Lampe, kommen unzählige kleiner Kratzer zum Vorschein. Noch mehr Kratzer und Staub erkennt ein Diascanner. Je besser der Scanner ist, umso besser werden auch diese Bildfehler erfasst. Standardmäßig setzt deswegen jeder Scandienst die „digital ICE-Technik“ ein. Hier wird vor dem eigentlichen Scan der Diafilm mit einem Infrarotstrahl abgetastet. Der Infrarotstrahl detektiert Erhöhungen (Staub) und Kratzer (Vertiefungen). Anschließend wird an diesen Stellen das digitale Bild mit Farbpixel aus der Umgebung repariert. Das funktioniert hervorragend, allerdings nicht immer.

Häufig sind ältere Dias in Glas eingefasst. Durch das Glas wird der Infrarotstrahl reflektiert und gebrochen, die eindeutige Zuordnung der Fehlstellen ist nicht mehr möglich. Schmutz auf der Glasoberfläche, zum Beispiel Fingerabdrücke, werden nicht erkannt, weil sie nicht im Scanfocus liegen. Der Fingerabdruck wird im digitalen Bild deutlich abgebildet.

Schwarzweiß Dias und Kodachrome Dias machen ebenfalls Probleme. In diesen Filmen befinden sich Silberpartikel. Der Infrarotstrahl interpretiert diese Partikel als Staubkörner, was zu massenhaften Fehlkorrekturen führen würde.

Welche Gegenmaßnahmen gibt es? Glasgerahmte Dias können umgerahmt werden, das verdoppelt aber meistens die Digitalisierungskosten. Dateien von Schwarzweißfilmen können mit entsprechender Software bearbeitet werden, was wiederum die Bildqualität herabsetzt.

Es geht aber auch ganz anders, beim Abfotografieren mit der Vollformatsensortechnik werden Staub und Kratzer erst gar nicht abgebildet. Durch diese Technik kann die Digitalisierung von Dias und Negativen äußerst preiswert angeboten werden. Außerdem geht es rasend schnell, jeder Auftrag unter 1000 Stück ist nach 48 Stunden versandfertig.

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