Liebe und Religion
Das klassische Christentum verschreibt sich der Askese und erlebt die Liebe in höheren Spähren, fernab von den Facetten der weltlichen Liebe, die auch die körperliche Liebe umfasst. Die Liebe zwischen Mann und Frau ist nur im Rahmen der Ehe zulässig, die sich mehr oder minder auf die Zeugung von Nachkommenschaft beschränkt und sich als Mittel zur lebendigen Gottesbeziehung wieder in göttliche Spähren wendet. Das Judentum hingegen, aus welchem das Christentum hervorging, betrachtet die Liebe aus einem ganz anderen Aspekt:
Liebe als Liebe zum Nächsten und somit Liebe zu Gott, steht neben einer lebendigen Liebe zur Frau, die sich nicht im Ideelen erschöpft, sondern die Körperlichkeit in allen Formen kennt. Die Liebe zur Frau, wird wie in einem Rauschzustand im Hohenlied besungen. Keine Prüderie sondern greifbare Sinnlichkeit prägen das Lied Salomons, der gleichsam für die drei großen Weltreligionen: Judentum, Christentum und Islam eine Figur von herausragender Bedeutung ist.
Liebe in den Religionen hat verschiedene Formen: Liebe zum Herrn und Liebe zu seiner Schöpfung. Liebe als Mittel zur Annäherung zu Gott und Liebe als irdischer Segen.
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