Das Wort
Pfingsten vom griechischen “pentecoste” abgeleitet, bedeutet “der fünfzigste Tag”. Demnach wird Pfingsten also genau 50 Tage nach Ostern gefeiert, wobei der Ostersonntag als erster Tag gezählt wird. Das Fest fand laut Neuem Testament am 50. Tag nach dem Passahmahl, am jüdischen Fest der Weizenernte, statt. An Pfingsten feiert man nicht nur das Ende der kalten Jahreszeit, sondern vor allem das so genannte “Pfingstwunder”, bei dem der Heilige Geist in Form von Feuerzungen auf die Jünger Jesu herabgekommen ist: “Es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten und einzeln herabsenkten auf einen jeden von ihnen.” (Apostelgeschichte 2,3) Daraufhin, erfüllt vom heiligen Geist, “fingen [sie] an, in anderen Zungen zu reden, so wie der Geist ihnen zu sprechen verlieh” (Apostelgeschichte 2,4), jedoch verstand ein jeder auf der Straße, was die Jünger sagten und Petrus ihnen von Jesus predigte, obwohl jeder der Zuhörer aus einer anderen Gegend kam. Damit wurde die Zerstreuung in viele Sprachen, wie sie den Menschen in Babylon widerfahren ist, rückgängig gemacht.
Dieses Ereignis gilt somit unter den Gläubigen als Gründungstag der christlichen Kirche, an dem der heilige Geist auf die Menschen gekommen ist und damals die erste christliche Gemeinde gründet wurde, da sich viele aus der Menge der Zuhörer den Aposteln anschlossen. Mit dem Pfingstfest endet auch gleichzeitig der Osterfestkreis im Kirchenkalender. In der katholischen Kirche betet man die Pfingstnovene, ein neuntägiges Gebet, das vom Kommen des Heiligen Geistes handelt. Am Abend vor
Pfingsten und am Abend des Festtages wird jeweils eine Vesper abgehalten, die Anfang und Ende des Hochfestes bilden.
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Kategorie: Feste und Feiern - Religion