Psychosomatik und Heilpraktiker

Heilpraktiker sind dem Gedanken der Psychosomatik, also der Lehre von den psychisch verursachten Krankheiten, gegenüber generell durchaus aufgeschlossen. Meist bildet es zwar keinen Schwerpunkt, denn den finden viele in Therapien wie Akupunktur und Homoöpathie, doch im Hinterkopf ist die Psychosomatik oftmals präsent und nicht wenige nehmen sich die Zeit in Gesprächen, um auch auf diesen Aspekt zu achten. Auf diese Weise können Überlegungen der Psychosomatik je nach Erfordernis oder auch Wunsch des Patienten in die Behandlung integriert werden. Diese Flexibilität kommt dem Patienten durchaus entgegen, da nicht jeder sofort explizit psychosomatisch behandelt werden will oder mit diesem Konzept generell nicht viel anfangen kann. Andererseits ist der typische Heilpraktiker-Patient der Psychosomatik gegenüber zumindest halbwegs aufgeschlossen.

Als Schwerpunkt kommt die Psychosomatik am ehesten in Betracht bei Heilpraktiker, die die eingeschränkte Prüfung für Psychotherapie abgelegt haben.

Hier wäre es sogar naheliegend, nicht nur psychische Störungen, sondern auch körperliche, aber psychisch verursachte, also psychosomatische Krankheiten zu behandeln. Der Heilpraktiker verbindet in so einem Fall die generelle medizinische Philosophie seines Berufsstandes, die wie gesagt der Psychosomatik ohnehin eher nahe steht, mit der Psychologie und eine solche Kombination macht einen glaubwürdigen Eindruck. Er unterliegt weder den medizinisch-wissenschaftlichen Einschränkungen der Schulmedizin noch den geisteswissenschaftlichen eines Diplom-Psychologen und kann ganz aus seiner eigenen Philosophie heraus mit dem Konzept der Psychosomatik therapieren.

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