Warum DSL vielerorts nicht verfügbar ist

DSL ist der moderne Standard, wenn es um das Surfen im Internet geht. Kaum jemand surft heute noch freiwillig mit einem altmodischen ISDN Internetzugang im World Wide Web. Analog Modems haben ohnehin längst ausgedient. DSL Anschlüsse sind überall in Deutschland verfügbar. Überall? Nicht ganz. Noch immer gibt es nicht wenige Regionen in Deutschland, die nicht an das Breitband Internet angeschlossen sind. Zwar bemühen sich die DSL Anbieter darum, einen deutschen Internetnutzern der DSL zur Verfügung zu stellen, und Politiker versprechen in ihren Sonntagsreden gerne “Breitband für alle”. Dennoch: In vielen deutschen Haushalten ist DSL nicht verfügbar und wird auch in absehbarer Zeit nicht verfügbar sein. Dies hat technische und wirtschaftliche Gründe.

Das Telefonnetz war ursprünglich nur zum Telefonieren vorgesehen. Entsprechend klein ist der Frequenzbereich, den die meisten Telefonkabel verkraften können. Erreicht bis zu etwa 3,4 kHz. Für die DSL Verbindungen sind aber Frequenzen bis zu 2,2 MHz notwendig. Außerdem hat die Deutsche Telekom in den vergangenen Jahren teilweise Telekommunikationskabel verlegt, deren Leitungsquerschnitt zu gering ist für hohe DSL Bandbreiten. Glücklicherweise hat die alte Deutsche Bundespost stets dicke, kostspielige Kupferleitungen

verlegt, so dass die allermeisten Deutschen von den Angeboten der DSL Anbieter profitieren können, nämlich alle jene Bürger, deren Wohnort beziehungsweise Stadtteil von der Deutschen Bundespost erschlossen wurde.

In vielen ländlichen Gebieten besteht seitens der Telekom und seitens der DSL Anbieter aus wirtschaftlichen Gründen kein Interesse an einem DSL Ausbau. Es wären Milliardeninvestitionen nötig, um Deutschland flächendeckend mit DSL zu versorgen. Inzwischen gibt es jedoch für alle, bei denen DSL nicht verfügbar ist, praktikable und unkomplizierte Alternativen wie zum Beispiel Breitband-Internet über Satellit oder über Kabel. Die Preise der Kabelnetzbetreiber können mit den Preisen der DSL Anbieter durchaus mithalten, so das letzten Endes niemand auf einen schnellen breitbandigen Internetanschluss verzichten muss.

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