Medikamenteneinnahme – nicht ganz ungefährlich
Wir haben vieles selbst in der Hand, uns um unsere Gesundheit zu kümmern.
Betrachten wir zunächst die subjektiv wenig schlimmere Möglichkeit. Nimmt man beispielsweise eine Schmerztablette während des Frühstücks ein, bei dem man ein Früchtemüsli mit frischen Früchten isst, kommt es zu einer erheblichen Verminderung der Wirkung. Trinkt man stattdessen zum Frühstück eine Tasse Kaffee, kann sich die Wirkung von Schmerztabletten vervielfachen. Denn im Kaffee ist ebenso viel Koffein enthalten wie in der Schmerztablette selbst. Im schlimmsten Fall kann dies zu Herzrasen oder –flattern führen. Im Gegensatz dazu kann das im Kaffee enthaltene Koffein, die Wirkung von Schlaftabletten vermindern oder gar nahezu ausschalten. Ebenso beeinflussen Cola und Pampelmusensaft die Wirkung von Medikamenten erheblich. Durch Zufall wurde entdeckt, dass die sich Wirkung von Kopfschmerzmitteln, zu sich genommen mit Grapefruitsaft, um 70 Prozent steigern kann. Zu Magenbluten kann es kommen, wenn man seine Medikamente mit Alkohol zu sich nimmt. Denn Bier, Schnaps, Wein und andere Alkoholika dämpfen das zentrale Nervensystem und verstärken die Wirkung von Medikamenten. Es kann aber auch zu Wirkverminderung kommen. Doch nicht nur Getränke beeinflussen Medikamente.
Auch ist auf die richtige Einnahmezeit zu achten. Einnahme „während dem Essen“ bedeutet, dass die Arznei spätestens fünf Minuten nach dem Essen eingenommen werden muss. Bei der Einnahmepflicht „vor und nach dem Essen“ ist darauf zu achten, dass die Medikamente eine halbe oder bis zu einer ganzen Stunde vor oder nach dem Essen eingenommen werden.
Sehen Sie den Beipackzettel genau durch, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker an, damit Ihr Medikament auch die Wirkung bringt, die sie wollen.
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