Abteien und Klöster
Klöster sind religiöse bzw. spirituelle Einrichtungen, d.h. Bauwerke, in denen Mönche oder Nonnen leben. Wir in Europa denken in erster Linie an christliche Klöster; es gibt aber ebensogut buddhistische oder hinduistische Klöster.
Der Begriff Kloster kommt aus dem lateinischen und bedeutet: verschlossener Ort. So gibt es auch heute noch viele Klöster, in denen die Mönche in einzelnen Zellen leben.
Der Vorsteher eines Kloster heißt im christlichen Glaubenskreis Abt bzw. als Vorsteherin Abtissin. Ist das Kloster lediglich Abzweig eines anderen, so heißt der Verwalter Prior.
Heutige Klöster sind aber inzwischen viel moderner. Viele haben auch den Tourismus für sich entdeckt, bieten Klosterführungen an, Klosterurlaub oder sie verkaufen selbst hergestellt Produkte an Touristen. Letzteres haben sie aber auch schon vor hunderten von Jahren gemacht. Im Mittelalter waren Klöster Handels- und Handwerkszentren. Sie waren Mittelpunkt der Bildung; es gab Klosterschulen. Die Menschen der Umgebung waren oft auf das jeweilige Kloster angewiesen.
Weil Klöster diese Aufgaben erfüllen konnten, konnte man sie auch gut zu Missionszwecken verwenden. Denken wir nur einmal an die Jesuiten. In Südamerika banden sie die einheimische Bevölkerung in ihre Gemeinschaft ein und lehrte sie Ackerbau und Viezucht und zugleich auch den christlichen Glauben.
Das Problem der heutigen Klöster ist der Mangel an Nachwuchs. Nur noch wenige Menschen sind bereit, ihr Leben in Armut und im Gebet zu verbringen.
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