Wir sind dick!
Das Schönheitsideal „schlank“ scheint nur bei Frauen etwas auszurichten, denn auf Männer machen Modells mit Waschbrettbauch keinen Eindruck. Während Frauen versuchen, dem Ideal nachzueifern, ruhen sich Männer hinter ihrem Waschbärbauch aus. Übergewicht entsteht, wenn es zu einer positiven Kalorienbilanz kommt, der Organismus mehr Kalorien erhält, als er verbrauchen kann, erläutert Müller-Nothmann. Während die Autoren von „Ratgebern“ noch um die richtige Diätkostform streiten, ist es jetzt notwendig, den Menschen zu verdeutlichen, dass Übergewicht mehr als ein kosmetisches Problem ist. Übergewicht macht krank, und Dicke sterben deutlich früher als Normalgewichtige. Es geht jetzt nicht mehr um Glyx, Atkins, Glax, Low Carb oder Glux, sondern vielmehr um eine bewusst gesunde und vitale Lebensführung, die die Kaloriendichte deutlich verringert. Eine Kalorie ist eine Kalorie, betont Sven-David Müller-Nothmann. Es muss zu einem Revival der Kalorientabelle kommen. Es ist einfacher und gleichzeitig sättigender mit Gemüse, Frischobst, Vollkornbrot, Hülsenfrüchten und Pellkartoffeln abzunehmen, als mit Eisbein, Gummibärchen, Pommes oder Fastfood. Wer dem Körper weniger Kalorien zuführt, als dieser benötigt, zwingt diesen dazu, Körperfett abzubauen. Wenn die Speisen dann noch ausreichend Protein enthalten und ausreichend Bewegung dazukommt, klappt die wohltuende und wichtige Abnahme bei jedem Menschen. Ein Vollkornbrot mit Tomatenmark und Harzer Käse schmeckt gut, sättigt und ist im Vergleich zu Weißbrot mit Butter und Brie geradezu kalorienarm. Gerade bei frühlingshaften Temperaturen gilt es aufzupassen, denn ein Eiskaffee hat schon 573 Kilokalorien, warnt Sven-David Müller-Nothmann. Wer sich an Gemüse, Frischobst, Pellkartoffeln satt isst und zusätzlich mageres Rind- und Schweinefleisch, Seefisch und magere Milchprodukte genießt, nimmt gesund ab.
Übergewichtigen mangelt es an dem Bewusstsein, ihrem Körper Gutes zu tun. Es kann nicht sein, dass nach einem fetten Fastfood-Mahl wirklich noch Hunger auf Pizza und dann der Sinn nach einem Sofa-Abend mit Chips steht und das auch noch täglich, ereifert sich die 3. Vorsitzende des DKDG, Diplom-Pädagogin Almut Carlitscheck über das Ess- und Gesundheitsverhalten der dicken Deutschen. Es fehlt das Gefühl für den eigenen Körper mit seinen Bedürfnissen, so dass sich die Frage nach dem Wohlergehen und der Gesundheit des Körpers erst gar nicht stellt.
Deutsches Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e.V., c/o: Dipl.-Päd. Almut Carlitscheck, Allerseelenstr. 16, 51105 Köln, Email: kompetenz-zentrum@email.deDiese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , http://www.dkgd.de
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