Potenzstörungen

Leider spielt das beste Stück nicht immer so mit, wie Mann oder Frau es sich wünscht. Das ist wie mit dem Training im Fitnessstudio. Werden Muskeln bei längerer Pause nicht beansprucht, verringern sie ihre Leistung und sie bilden sich rasch zurück. Genauso ist es mit der Erektion. Wird der Penis lange nicht beansprucht, kann er Schwierigkeiten bekommen sich zu versteifen. Das Ende von Lied ist dann Depression, Frustration und damit verbunden dann die Lustlosigkeit. So wird Mann schnell zum Sexmuffel.

Biologisch gesehen steht der Mann zumindest jede Nacht im Training. In der Nacht und zum Morgen hin versteift sich der Penis mehrmals. Das ist das biologische Training. Durch die nächtliche Übung werden die Gefäße besser mit Sauerstoff versorgt und die glatte Muskulatur des Schwellkörpers trainiert. Gute Penisdurchblutung ist eine Vorraussetzung für langanhaltende Potenz.

Wie kann eine Potenzstörung oder Impotenz entstehen?

Potenzstörungen können eventuell auf eine mangelhafte Durchblutung zurückgeführt werden. Das kann der Urologe feststellen. Aber das ist kein Grund den Kopf hängen zu lassen. Mangelhafte Durchblutung lässt sich durch Sport verbessern. Allerdings ist Radfahren da weniger geeignet. Beim Radfahren wird die Blutzufuhr durch den Sattel unterbunden. Sportarten, bei denen die Oberschenkelmuskulatur aufgebaut und trainiert wird, wie die Ausdauersportarten Rudern oder Laufen, sind zum Muskelaufbau ideal. Die nicht sichtbare Beckenbodenmuskulatur ist funktionell mit dem Penis verbunden, wird aber leider oft zu wenig beachtet. Ist diese Muskulatur schlapp, kann das beste Stück auch schnell schlapp werden.

Sex hält gesund und fit!

Sex ist das optimalste Durchblutungstraining für den Penis. Nicht nur die Seele profitiert vom Küssen, Streicheln und sanften Massieren. Körperlich werden Stresshormone abgebaut, das Glückshormon Dopamin wird ausgeschüttet und verleiht uns ein Hochgefühl und das Hormon Oxytocin stärkt die Bindung zwischen den Partnern. Nach einem Orgasmus steigt der Prolaktinspiegel an und bewirkt, dass man sich so richtig befriedigt und satt fühlt. Beim Orgasmus werden die Gefäße und die Haut besser durchblutet und die Sauerstoffversorgung des Körpers ist optimal. Wir atmen tiefer, sodass die Organe gut belüftet werden. Wer seine Sexualität aktiv lebt, kann auch das Risiko einer Prostataerkrankung, wie Prostatakrebs, senken.

Wer guten Sex hat, möchte mehr davon!

Schon eine alte Volksweisheit lautet: Mit den Essen kommt der Hunger. Das ist beim Sex genauso. Wer ein gutes, erfülltes Sexualleben hat, möchte es nicht missen. Außerdem trägt Desinteresse bei Mann und Frau zur Bettflaute bei. Hat man also über längere Zeit keinen Sex, verringert sich auch das Verlangen danach. Enthaltsamkeit führt bei Männern zum Sinken des Hormons Testosteron im Blut. Damit werden die Sexualorgane und die Gefäße schlechter durchblutet. Trainiert man den Penis aber durch Erektion, stärkt man die glatte Muskulatur des Gesäßbereiches und sie bleibt dynamisch.

Was kann bei Impotenz oder Potenzstörungen helfen?

Die Forschung hat es ermöglicht, dass Männern, die an anhaltender Potenzstörung leiden, geholfen werden kann. Man kann sich nach Absprache mit seinem Urologen oder Hausarzt sogenannte Potenzpillen verschreiben lassen. Den Namen Viagra, Cialis oder Levitra hat sicherlich jeder schon mal gehört. Da die Pillen eine relativ lange Wirkungsdauer haben, kann Mann den Sex genießen ohne ständig die Uhr im Blickfeld haben zu müssen. Potenzpillen sind vorrangig für Männer mit bestehenden Potenzstörungen gedacht.

Es gibt allerdings auch ein paar Übungen, die die Beckenbodenmuskulatur und die der Oberschenkel stärken. Diese Übungen sind ein gutes Training, um ein langes und erfülltes Sexualleben genießen zu können.

Penisworkout

Skipping:
Laufen sie auf der Stelle und heben sie dabei ihre Knie möglichst weit an. Das Tempo sollte dabei verändert werden. Laufen sie mal langsamer und mal schneller. Nach fünfmaligem Wechsel können sie sich eine zehnminütige Pause gönnen.

Beckenschaukel:
Begeben sie sich in die Kniebeuge und schließen sie die Beine, so dass sie sich berühren. Arme hinter dem Kopf verschränken und die Gesäßmuskeln fest anspannen. Stellen sie sich vor, sie müssten ein Geldstück zwischen den Pobacken festhalten. Anschließend schieben sie das Becken einige Male nach vorne. Wiederholen sie diese Übung mehrmals und achten sie darauf, dass die Spannung gehalten wird.

Tipp: Wenn sie an einer roten Ampel stehen, können sie auch die Pobacken zusammenkneifen und sich vorstellen sie hielten ein Geldstück fest. Diese Übung ist überall möglich und keiner merkt etwas.

Pelvic Lift:
Legen sie sich auf den Rücken und winkeln sie ihre Beine etwas an. Die Knie sollten etwa hüftbreit auseinander sein. Legen sie die Hände neben die Hüfte und spannen sie Becken und Rückenmuskulatur an. Heben sie das Becken leicht vom Boden ab. Halten sie diese Position einige Sekunden und vergrößern sie die Anspannung. Achten sie bei dieser Übung auf eine gleichmäßige Atmung und bewegen sie weder Beine noch Schultern. Wiederholen sie die Übung mehrmals.

Trotz aller Übungen sollten sie sich auch der Zweisamkeit mit ihrem Partner widmen. Denn Zärtlichkeit und Zweisamkeit beflügeln Körper und Geist und stärken ihre Beziehung. Wichtig ist auch immer ein offenes Ohr in Punkto Sexualität!

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