Geburtsvorbereitung durch Yoga

In alten yogischen Schriften heißt es, dass das Unterbewusstsein des Menschen vom 120. Tag nach der Zeugung bis zur Geburt grundlegend geprägt wird. Das deckt sich mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, welche der pränatalen Phase ein gewichtigen Anteil an der Entwicklung des Kindes zu gestehen. Je nach dem, wie eine Mutter die Schwangerschaft und Geburt erlebt, je nach dem, welche Gefühle und Gedanken sie in dieser Zeit bewegen, so werden die Grundmuster von Selbstwertgefühl, Vertrauen und Sicherheit aber auch von Unsicherheit beim Kind angelegt. Was noch vor ein paar Jahren für unmöglich abgetan wurde, wird nun von auch von immer mehr Wissenschaftlern in Betracht gezogen: Die Grundlage der psychischen Entwicklung eines Kindes wird bereits im Bauch der Mutter determiniert.

Das speziell auf die Schwangerschaft ausgerichtete Schwangerenyoga unterstützt Frauen, die Phase der Schwangerschaft, Geburt und Familienbildung bewusst und gleichzeitig möglichst entspannt zu erleben.

Schwangerenyoga bietet bewährte Techniken aus der Tradition des Kundaliniyoga zur Entwicklung von Körperbewusstsein und Durchhaltevermögen. Spezielle Atemübungen und Körperübungen bereiten auf die Geburt vor.

In Deutschland wurde das Schwangerenyoga durch die in Hamburg 1978 gegründete Arbeitsgruppe für natürliche Geburt“ wieder entdeckt. Die Initiative zur Gründung ging auf Einflüsse des damals populären französischen Gynäkologen und Geburtshelfer Frédérick Leboyer zurück. Seit 1994 können sich Frauen von der Berliner Arbeitsgruppe für Yoga und Geburtsvorbereitung zur Schwangerenyogalehrerin ausbilden lassen.

Mittlerweile wird diese Ausbildung auch in anderen Städten wie München, Halle und Darmstadt angeboten.

Die Autorin des Artikels ist ausgebildete Yogalehrerin für Schwangerenyoga in Berlin.

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