Schädlinge an Pflanzen erkennen und erfolgreich bekämpfen

In den letzten Jahren und auch in naher Zukunft werden wir Menschen von vielen nicht gewohnten Wetter- und klimatischen Veränderungen in unserer Umwelt bedroht. Auch unsere heimischen Pflanzen sind davon betroffen und können sich nicht ausreichend schnell diesen extremen Umweltkatastophen anpassen oder davor selbst schützen.

Zu warme Winter- und Sommermonate ermöglichen den bekanntesten Pflanzenschädlingen und Insekten ideale Fortpflanzungs-Bedingungen für ihre drastische Vermehrung ohne selbst in ihrem Bestand reduziert oder gefährdet zu werden. Dagegen helfen meist nur chemische Pflanzenschutzmaßnahmen und selten können spezielle Pflanzendünger und Biologische Pflanzenschutzmittel Abhilfe schaffen. Damit Pflanzen im Garten so natürlich wachsen können, wie man es sich vorstellt, benötigen Sie ausreichend Wasser und die richtigen Nährstoffe.

Wenn Gartenpflanzen aber erkranken und Schädlinge, Insekten oder größere Tiere sie an den Blättern, den Wurzeln oder an der Rinde beschädigen, dann benötigt mancher Pflanzenliebhaber und Hausgartenbesitzer fachmännische Hilfe oder gar einen guten Rat zur Erkennung und effektiven Bekämpfung.


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Bekannte Pflanzenschädlinge und Bekämpfungsmaßnahmen:

1. Blattläuse

Blattläuse gehören zu den am häufigsten vorkommenden aber doch noch harmlosen Schädlingen.
Diese kleinen, meist bis zu 2mm großen Tierchen in grünen, schwarzen oder auch orangen Farben, befallen vor allem gerade junge Pflanzentriebe und Knospen und sind dabei auch vorwiegend auf der Unterseite von Pflanzenblättern zu finden.
Dabei fallen ihnen bevorzugt Obstgehölze, Rosen, Zimmerpflanzen und andere schöne Gartenpflanzen mit großer und starker Belaubung zum Opfer.
Blattläuse ernähren sich vom Pflanzensaft, den sie aus den Blattadern der Pflanze saugen.
Erkennen kann man den Befall von Blattläusen schon an den eingerollten Blättern, z. B. gut festzustellen bei den Blättern der Obstbäume.

Ameisen, die mit Blattläusen sozusagen in Symbiose leben, ernähren sich gern von den süßlichen Ausscheidungen der Blattläuse und findet man daher auch meistens an befallenen Pflanzen mit an.

Die Bekämpfung von Blattläusen ist in der Regel ganz einfach.
Da Blattläuse keine schwerwiegenden Schäden anrichten, kann man durchaus mit biologisch unbedenklichen Mitteln die Bekämpfung beginnen und erst bei ausbleibendem Erfolg härtere Maßnahmen ergreifen. Zu empfehlen ist es, befallene Pflanzen und Blätter mit einem harten Wasserstrahl abzuduschen, den man aber unbedingt auch auf die Unterseite der Blätter richten sollte.
Mit ein wenig Sorgfalt werden dadurch eine größere Anzahl von Blattläusen von den Blättern geschwemmt.
Sollte diese Maßnahme keinen großen Erfolg bringen, kann man alternativ auch eine Seifenlauge herstellen und diese über die befallenden Pflanzen gießen.
Dabei verkleben die Läuse, werden zur weiteren Aufnahme des Pflanzensaftes gehindert und sterben nach einigen Tagen ab.
Sollten chemische Pflanzenschutzmittel erforderlich werden, genügt ein beliebiges Präparat, das gegen saugende Insekten gut wirken kann.

2. Rote Spinne oder Befall von Spinnmilben

Hier handelt sich um winzig kleine Spinnentiere, die ausgewachsen nur etwa einen halben Millimeter groß werden und zu den am schwierigsten zu bekämpfenden Pflanzenschädlingen gehören.
Je nach Spinnmilbenart, können diese als rote, grünlich oder gelblich bis weißen Tierchen auftreten.
Rote Spinnmilben besiedeln oft zuerst die Blattunterseiten und saugen dabei den Saft aus dem Gewebe der Blattzellen.
Dadurch werden die Blätter oft mit einem silbrigen Schimmer überzogen, der die Folge von Luft in den leergesaugten Zellen ist.
Auf diese Beschädigungen reagieren die Pflanzen meist mit gelb werden oder vertrocknen allmählich.
Spinnmilben befallen aber nicht nur die Blätter sondern auch gern die Triebspitzen von Pflanzen, wo sie die winzig kleinen und noch jungen Blätter und Äste leersaugen.
Dadurch sterben befallene Pflanzen meist sofort ab, was man bei Spinnmilbenbefall oft an den schwarzen Befallrückständen an den Triebspitzen erkennen kann.

Rote Spinne erfolgreich zu bekämpfen ist nicht ganz einfach:

Ob man biologische oder chemische Pflanzenschutzmittel dabei verwendet, ist relativ egal.
Besonders empfehlenswert sind systemisch wirkende Mittel, die von der Pflanze über die Blätter aufgenommen werden können und diese von innen her für einen bestimmten Zeitraum giftig machen.
Diese Mittel wirken dabei auch an Stellen, die nicht durch das Spritzmittel erreicht wurden. Für chemische Pflanzenschutzmittel sind beispielsweise die Präparate Rogor, Metasystox, Vertimec und Pentac zu empfehlen, die auch langfristig gegen Spinnmilben wirken und im Regelfall maximal ein- oder zwei Anwendungen voraussetzen.

Als biologische Gegenmaßnahmen werden im Handel ölhaltige Präparate empfohlen, die die Atemwege von Roten Spinnmilben verkleben, aber leider auch allzu oft die Blattspalten, so daß es hierbei zu starkem Blattfall oder auch zum Absterben der ganzen Pflanzen führen kann.
Alternativ dazu kann man auch Raubmilben einsetzen, die die Schädlinge auffressen, allerdings werden dabei meist nicht alle Eier der ersten Population aufgefressen, sodaß ein weiterer Befall möglich sein kann.
Raubmilben fressen dabei so viele Spinnmilben bis das Nahrungsangebot erloschen ist und sterben anschließend wieder durch Verhungern ab.

3. Schneckenbefall

Schnecken gehören zu den gefräßigsten Schädlingen überhaupt.
Sie findet man besonders oft unter reichlich gegossenen Topfpflanzen oder auf der Innenseite von Übertöpfen vor, wo sie sich durch die übermäßige Feuchtigkeit sehr wohl fühlen und dabei unbeobachtet eine längere Zeit überleben können.
Da Schnecken vor allem Nachtaktiv sind, fällt der Befall meist erst dann auf, wenn sie schon einige Schäden an den Pflanzen angerichtet haben.
Löcher in den Blättern und angefressene Blattränder sind dabei ein deutliches Zeichen für übermäßigen Schneckenfraß.

Schnecken an Pflanzen bekämpfen:

Da das suchen und aufsammeln von Schnecken im Garten und auf den Pflanzen recht mühsam und zeitaufwendig sein kann, ist der Einsatz von Schneckenkorn wesentlich einfacher.
Empfohlen wird dabei ein neues Schneckenkorn-Präparat, welches auf Eisensulfat basiert und entgegen älteren Aldehyd-basierenden Schneckenkorn-Produkten unbedenklich in der Anwendung ist.

Summasumarum können mit der richtigen Pflanzenpflege in Verwendung mit nützlichen und hilfreichen Gartenbedarf schon viele problematische Fälle von Schädlingsbefall an Pflanzen im Garten erfolgreich verhindert werden.

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