Kurioses aus Ostfriesland: Das Ostfriesenpferd

Wie das Ostfriesenblog berichtet, hat sich die Zucht mit ostfriesischen Pferden über Jahrzehnte hinweg fortgesetzt. Die in Ostfriesland bei den Einwohnern oftmals für Wehmut sorgenden Bodenverhältnisse wurden zu einer Goldgrube für Züchter von Pferden. Sogar die ersten Hengstbücher Deutschlands wurden hier geschrieben.
Mit dem technischen Fortschritt war es nach dem 2. Weltkrieg mit der Pferdezucht zunächst vorbei. Die Deckungsrate ging 1964 auf weniger als 10 Prozent des Durchschnitts der vorherigen 20 Jahre zurück. Unverständlich – denn der Ostfriesengaul macht einen einen harten und widerspenstigen Eindruck.
In den 1960ern und 70ern zählte das ostfriesische Pferd zu den vom Aussterben bedrohten Tierrassen. Bergauf mit den ostfriesischen Pferden fing es erst ab 1983 wieder. Die Pferde hatten nach wie vor ihre Liebhaber, welche die Zucht fortsetzen. Nach Dänemark, Holland und nach Polen verschlagene Pferde mit ostfriesischen Genen wurden zur Deckung von Stuten eingesetzt. In Folge wuchs der Bestand bald wieder kräftig an. 1986 wurde dann der “Zuchtverband für das Ostfriesische und Alt-Oldenburger Pferd e.V.” gegründet. Seitdem ist der Bestand gesichert: Mit 160 eingetragenen Stuten sowie 20 deckungswilligen Hengsten ist ein Aussterben wohl in weite Ferne gerückt.

Dieser Beitrag wurde freundlicherweise von den Autoren von Ostfriesenblog.de zur Verfügung gestellt.

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