Urlaub im Kloster

Allein in Deutschland existieren über 3500 Klöster oder klösterliche Niederlassungen der christlichen Ordensgemeinschaften. Nicht alle dieser Klöster nehmen Gäste auf, doch viele bieten eine Urlaubsmöglichkeit. Sie geben dem Gast die Möglichkeit, das klösterliche Leben kennen zu lernen, fernab von der Hektik unserer Tage. Der Gast erlebt so eine Zeit der Einkehr und der Besinnung, das Kloster auf Zeit.

Viele der Klöster nehmen ausschließlich Männer auf, andere wieder nur Frauen, manche nehmen Ehepaare, Familien oder Jugendgruppen. Die Gastfreundschaft ist seit altersher im klösterlichen und christlichen Leben verwurzelt. Bereits Jesus sagte: “Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen.” Dieses Motto findet sich wieder in der Regel des heiligen Benedikt über die Gastfreundschaft, die besagt: “Alle Fremden sollen aufgenommen werden wie Christus, allen erweise man die angemessene Ehre.” Diese Zeilen lassen schon den großen Stellenwert erkennen, den der Gast für den heiligen Benedikt hat.

Was erwartet nun denjenigen, der die Gastfreundschaft des Klosters für sich in Anspruch nehmen möchte? In den meisten Klöstern ist es möglich, an den Gebetszeiten teilzunehmen, an der Heiligen Messe und an den Stundengebeten. Man kann innerhalb der Klausur wohnen und sich auch von einem Mönch oder einer Nonne während des Klosteraufenthalts begleiten lassen. Begleitung ist i.S.v. Hilfe zur Orientierung zu verstehen, etwa, wenn man sich in einer schwierigen Lebenssituation befindet.

Aber Kloster bietet auch Kultur, die nicht unmittelbar etwas mit dem Kloster zu tun hat, etwa Kurse zu allgemeinen theologischen Fragen, Reisen und Musikkonzerte. Immer aber findet man im Kloster Ruhe, Besinnung und Stille.

Gastfreundschaft ist eine spirituelle Aufgabe für das Kloster, eine Möglichkeit den Menschen zu begegnen, Gott zu erfahren. Das sollte man als Gast eines Klosters nicht aus den Augen verlieren.

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