Smarthomes: keine Zukunftsvision!

Was uns vor wenigen Jahrzehnten noch als visionäre Wohnwelten in Erstaunen versetzt hat, ist heute bereits real existierende Haustechnik. Dabei ist diese innovative Technologie auf Basis zentral programmierbarer Steuereinheiten für einen Großteil der gesamten Gebäudeelektrik nicht etwa nur einer betuchten Minderheit vorbehalten. Mit der Möglichkeit, zunächst erst einzelne Einheiten zu installieren und diese dann je nach Finanzlage sukzessive erweitern zu können, sind diese Errungenschaften schon heute für nahezu jedermann erschwinglich.

Bei den so genannten Smarthomes geht es dabei keinesfalls nur um technische Spielereien und vermeintlich überflüssigen Luxus für verwöhnte Hausbewohner. Stattdessen schlummert in der ausgeklügelten Hausautomation der neuesten Generation ein vielfältiges Potential an Optionen, die nicht nur allerlei Annehmlichkeiten in Sachen Komfort und Entertainment bedienen, sondern darüber hinaus auch die Optimierung sicherheitsrelevanter Einrichtungen sowie erhebliche Energieeinsparungsmöglichkeiten beinhalten. Letztere glänzen zudem durch einen weiteren attraktiven Doppeleffekt: Neben dem guten Gefühl, damit zugleich einen Beitrag zur Reduzierung der Umweltbelastung geleistet zu haben, tragen sie nämlich auch noch zu einer zügigen Amortisierung der getätigten Investitionen bei. Weniger Heizkosten durch eine individuelle Anpassung jedes einzelnen Heizkörpers, gekoppelt mit einer automatischen Rollladensteuerung, die der Sonne gewissermaßen um das Gebäude folgt, stehen als Beispiele für eine Fülle weiterer Feineinstellungen.

Die Gemütlichkeit kann durch variable Lichtszenen geschaffen werden. Hier legt der Anwender selbständig fest welche Leuchten zu welcher Stimmung geschaltet werden. Dem gegenüber vermitteln Rauch- und Bewegungsmelder, ein Videoüberwachungssystem sowie eine realitätsnahe Anwesenheitssimulation den Bewohnern ein Höchstmaß an Sicherheit in ihrem High-Tech-Eigenheim. Ein Paniktaster neben dem Bett schaltet alle Innen- und Aussenleuchten gleichzeitig an.

Was aber wäre dies alles ohne eine einfache Bedienbarkeit? Das entscheidende Merkmal eines Smarthome-Systems liegt daher in der Bündelung einzelner Automationselemente zu einer komplexen Infrastruktur, die möglichst unauffällig funktioniert. In einem Smarthome darf die Technik nicht sichtbar sein, dennoch muss man das Gefühl haben in einem intelligenten Haus zu Wohnen. Dies geschieht in der Regel über eine Verbindungsleitung (Bus genannt), an die alle zu steuernden Geräte angeschlossen werden. In Neubauten kommt in den meisten Fällen der Europäische Installationsbus (KNX/EIB) zum Einsatz, während man sich bei Bestandsbauten mit einer Powerline-Technologie behelfen kann, bei der die vorhandene Stromleitung zur Steuerung der verschiedenen Einheiten genutzt wird. Eine Visualisierung über Bedienerteil mit Monitor, auf dem man jederzeit alle Zustände des gesamten Systems wie etwa offene Fenster oder die jeweilige Beleuchtungssituation im Blick hat, und entsprechend seinen Wünschen eingreifen kann rundet den Komfort eines Smarthomes ab.

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