Schiffsbeteiligungen – Hohe Renditen und der wachsende Welthandel locken immer mehr neue Anleger

Nicht jeder Investor hat die Möglichkeit, mit der eigenen Yacht über die Weltmeere zu segeln. Dafür gibt es aber die Möglichkeit, in eine Schiffsbeteiligung zu investieren. In der letzten zeit üben die geschlossenen Schiffsfonds geradezu eine magische Anziehungskraft auf die Anleger aus. Grund dafür ist die Globalisierung. Sie sorgt für einen Boom bei den Containerschiffen.

Geboten werden nicht nur hohe Renditen, es werden auch Aussagen getätigt wie “Schiffsfonds schlagen die Erträge von Aktien und Anleihen etc.”. Nur wenig hingewiesen wird auf die Risiken. Sie verteilen sich über Dutzende Seiten der Emissionsprospekte der Banken. Ursache für den riesigen Aufschwung waren die hohen Zuwachsraten der Frachtmärkte. Insbesondere Unterhaltungsmedien und Konsumgüter werden heute vermehrt in Asien hergestellt. Grund dafür sind die niedrigen Produktionskosten.

Doch der Boom hat auch seine Schattenseiten, denn es besteht leicht die Gefahr, in einen völlig überhitzten Markt einzusteigen. Auch die Aussagen wie Steuerspar- oder Renditemodelle müssen kritisch betrachtet werden. Denn auf Grund mehrerer Gesetzesänderungen ist es heute nicht mehr möglich, zuerst die steuerliche Verlustzuweisung zu verwirklichen. Vorbei ist es auch mit den weitgehend einmal steuerfreien Ausschüttungen. Anleger müssen sich heute vielmehr bereits zu Beginn ihres Engagements in diese Fonds entscheiden, ob sie die Verlustzuweisung bevorzugen. Wer sich hierfür entscheidet, dem muss klar sein:

In diesem Fall unterliegen die gesamten laufenden Erträge aus dem Schiffsbetrieb der normalen Besteuerung. Damit wird die ganze Sache von Anfang an unvorteilhaft.
Eine vorteilhaftere Möglichkeit bietet die so genannte Tonnagesteuer. Wer sich hierfür entscheidet, für den bleiben sowohl die Ausschüttungen als auch die Veräußerungsgewinne in den meisten Fällen steuerfrei. Der Nachteil liegt im Wegfall der anfänglich hohen Anfangsabschreibungen, so dass für den Investor so gut wie keine Verlustzuweisung in der Investitionsphase erfolgt.

Fazit: Als langfristig gesehenes Investitionsmittel erwirtschaften Schiffsfonds bzw. Schiffsbeteiligungen zwischen 8 und 10 Prozent. Andererseits darf nicht vergessen werden, dass in jedem Investment auch ein Unternehmertum steckt, d.h. der Anleger ist nicht nur am Gewinn, sondern genauso am Verlust beteiligt. Weiterer Nachteil: Da die Kapitalbindung in den meisten Fällen zwischen 15 und 20 Jahren liegt, hat der Anleger keine Möglichkeit, vorher an sein Geld zu kommen. Deshalb sollte eine Investition in Schiffsfonds gründlich überlegt und höchstens als Beimischung im Depot angelegt werden.

FinanzCheck Ricki Males webmaster@finanz-check.com

Verlinken Sie diesen Artikel auf Ihrer Webseite:

nach oben |

Ranking-Hits