Warum heisst es Ballonfahren und nicht Ballonfliegen?
Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum es eigentlich Ballonfahren und nicht Ballonfliegen heisst? Immer wieder sieht man einen dieser großen bunten Ballone im Sommerhimmel dahinschweben und fragt sich: „Fliegt der oder fährt der nun?“.
Dazu gibt es mehrere Erklärungen, die entweder historisch oder physikalisch bedingt sind.
Der erste Grund ist eine historische Erklärung, die unter anderem sprachliche Ursprünge hat: Vorfahren der ersten Ballonfahrer, der Gebrüder Montgolfiere und anderen französischen Adeligen, waren Seefahrer. Diese pflegten zu sagen, dass sie im „Wassermeer fahren“. Somit übernahm man den Sprachgebrauch, dass Heissluftballone im Himmelsmeer fahren. Deshalb heisst es heutzutage Ballonfahren. Schnell bürgerte sich dann der Begriff der „Luftschiffahrt“ ein, Luftschiffer und Luftschiffe. Auch heute hat ein Pilot einen Luftfahrerschein und erwirbt diesen bei einer Luftfahrerschule.
Das heisst, die kalte Luft, die am Boden steht, ist schwerer als die warme Luft, die aufsteigt. Verpackt man nun die heisse Luft in eine Ballonhülle, treibt diese nach oben. Der Ballon lebt also vom Temperaturunterschied innerhalb und ausserhalb der Hülle.
Allerdings wird nur im deutschen Sprachgebrauch vom „Ballonfahren“ geredet. In anderen Ländern redet man vom „Fliegen“ bzw. hat ein eigenes Verb geschaffen: „to balloon“ oder in der Verlaufsform auch „ballooning“ genannt. Andere Arten des Luftsports wie Segelfliegen, Ultraleichtfliegen oder auch Fallschirmspringer fliegen dagegen.
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