“Und ewig fällt das Wembley-Tor” von Hans Tilkowski
Als Wembley-Tor wird ein Lattentreffer bezeichnet, bei dem der Ball von der Unterkante der Torlatte nach unten springt und dabei die Torlinie nicht überschreitet. Meistens ist es dann unklar, ob der Ball im Tor war oder nicht.
Am 30. Juli 1966 überwand Geoff Hurst bei WM-Endspiel von 1966 Torhüter Hans Tilkowski und schoss den Ball an die Unterlatte, verpasste es aber, den Ball anschließend per Nachschuss ins Tor zu schießen. Der Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst ließ den Schuss nach Rücksprache mit dem Sowjetischen Linienrichter Tofig B?hr?mov zählen.
Erst 2006 wurde das Rätsel, ob es sich um ein reguläres Tor handelte oder nicht gelöst. Eine Aufbereitung eines 35mm-Films, der während des Spiels 1966 aufgenommen wurde, hatte bewiesen, dass der Ball weder während des Auftreffens an die Latte noch während seiner Flugphase mit vollem Durchmesser die Torlinie überschritten hat. Das Tor besiegelte den Sieg der Engländer, die damit 3 zu 2 führten. In der Schlussphase, als schon Zuschauer auf dem Platz waren, kassierte die deutsche Mannschaft dann noch das vierte Tor zum Endstand von 4 zu 2.
Seit diesem Spiel ist das “Wembley-Tor” zu einem festen Begriff im Fußball geworden.
Das gesamte Interview mit dem ehemaligen Torhüter Hans Tilkowski.
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