“Und ewig fällt das Wembley-Tor” von Hans Tilkowski

Hans Tilkowski ist einer der großen Torhüter, die Deutschland hervorgebracht hat. In den fünfziger und sechziger Jahren spielte er 39 Länderspiele. Berühmt ist sein Einsatz bei der Niederlage im WM-Finale 1966 gegen England in Wembley: er kassierte das “Wembley-Tor”, das eigentlich keines war. Einen interessanten Einblick darüber und über andere Themen gibt er in seinem Buch “Und ewig fällt das Wembley-Tor”. Auf der Torwart- Webseite www.goalkeeping.com ist ein aktuelles Interview mit ihm veröffentlicht.

Als Wembley-Tor wird ein Lattentreffer bezeichnet, bei dem der Ball von der Unterkante der Torlatte nach unten springt und dabei die Torlinie nicht überschreitet. Meistens ist es dann unklar, ob der Ball im Tor war oder nicht.

Am 30. Juli 1966 überwand Geoff Hurst bei WM-Endspiel von 1966 Torhüter Hans Tilkowski und schoss den Ball an die Unterlatte, verpasste es aber, den Ball anschließend per Nachschuss ins Tor zu schießen. Der Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst ließ den Schuss nach Rücksprache mit dem Sowjetischen Linienrichter Tofig B?hr?mov zählen.

Die beiden konnten sich nur mittels Zeichensprache verständigen, da B?hr?mov nur Aserbaidschanisch und Russisch sprach.

Erst 2006 wurde das Rätsel, ob es sich um ein reguläres Tor handelte oder nicht gelöst. Eine Aufbereitung eines 35mm-Films, der während des Spiels 1966 aufgenommen wurde, hatte bewiesen, dass der Ball weder während des Auftreffens an die Latte noch während seiner Flugphase mit vollem Durchmesser die Torlinie überschritten hat. Das Tor besiegelte den Sieg der Engländer, die damit 3 zu 2 führten. In der Schlussphase, als schon Zuschauer auf dem Platz waren, kassierte die deutsche Mannschaft dann noch das vierte Tor zum Endstand von 4 zu 2.

Seit diesem Spiel ist das “Wembley-Tor” zu einem festen Begriff im Fußball geworden.

Das gesamte Interview mit dem ehemaligen Torhüter Hans Tilkowski.

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