Erbschaftsmarketing – Tabubruch für den guten Zweck
Nie zuvor wurde in Deutschland so viel vererbt. Schätzungen zufolge wurden in den letzten Jahren Vermögenswerte zwischen 150 und 200 Mrd. Euro durch Erbschaften übertragen. Dieser Boom hält auch in den nächsten Jahren an. So wird prognostiziert, dass bis 2010 Immobilien, Geld- und Gebrauchsvermögen von gut einer Billion Euro vererbt werden dürften. Gleichfalls ist zu beobachten, dass diejenigen, die sich schon zu Lebzeiten die Frage stellen, was nach dem Tod mit ihrem Hab und Gut geschehen soll, sich immer öfter dafür entscheiden, zumindest einen Teil ihres Vermögens an einen wohltätigen Zweck zu spenden.
70 Prozent der Deutschen haben kein Testament verfasst
Diesem an sich erfreulichen Trend steht die nach wie vor große Unlust der Deutschen gegenüber, tatsächlich ihren „letzten Willen“ testamentarisch festzuhalten. Knapp 70% der volljährigen Deutschen haben noch keine letztwillige Verfügung getroffen. Selbst von den über 60-Jährigen hatten laut einer Emnid-Umfrage fast 43% kein Testament gemacht. Um hier Potentiale gerade für gemeinnützige Organisationen stärker als bisher zu nutzen, sollte dem Bereich „Erben und Vererben“ höchste Priorität zukommen.
Organisation können bislang wenig genutztes Potential stärken
Was heißt dies nun für den Bereich „Erbschaftsmarketing“ bei Nonprofit- Organisationen? Ganz sicher eines: Am erfolgreichsten wird die Organisation sein, die das Potential von Erbschaften erkennt und konsequent danach handelt. Das heißt zum einen, dass die Möglichkeit, eine gemeinnützige Organisation im eigenen Testament zu bedenken, konsequent kommuniziert wird. Gleichfalls gilt es in einem stärkeren Maße als bisher zu vermitteln, warum es sinnvoll ist, ein Testament zu machen. Denn obwohl zunehmend die Sorge um eine ausreichende Altersversorgung in den Vordergrund rücken wird, darf noch davon ausgegangen werden, dass die jetzige Generation der Erblasser noch genügend Spielraum für eine organisationsbegünstigende Testamentsgestaltung hat. Weitere Informationen und Beratung unter: www.adaquo.de
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