Private Altersvorsorge Möglichkeiten

Aufgrund der heutigen wirtschaftlichen Situation, den Entwicklungen auf dem Rentenmarkt und die immer mehr steigenden Bedürfnisse im Alter, ist eine private Altersvorsorge ein Muss. Bereits in jungen Jahren sollte auf diesen Umstand reagiert werden, um im Alter ein finanzielles Kopfkissen zu haben.
Der demografische Wandel und der Generationenvertrag tragen dazu bei, dass sich Rentenzahlungen in der Zukunft immer unsicherer werden. Eine Entspannung der Lage kann bis dato nicht ersehen werden.
Um die private Altersvorsorge zu unterstützen und auch die Dringlichkeit zu unterstreichen, gibt es mittlerweile zahlreiche staatliche Fördermöglichkeiten. Grundlagen hierfür sind das Alterseinkünftegesetz, das Betriebsrentengesetz sowie das Altersvermögensgesetz. Auf diesen basieren beispielsweise die Riester- und Rürup Rente, die in Form von staatlichen Zulagen und auch Steuervergünstigungen gefördert werden.

Für den Aufbau einer privaten Altersvorsorge ist es nie zu spät. Dies kann bereits mit Beginn der Ausbildung oder auch kurz vor dem Eintritt ins Rentenalter erfolgen. Je nach Laufzeit und gewünschtem Ziel können hierfür verschiedene Vorsorgestrategien verfolgt werden. Prinzipiell empfiehlt es sich jedoch, so früh wie möglich zu starten. In jungen Jahren sind die Beiträge der jeweiligen Anlageform aufgrund ihrer Laufzeit von mitunter 40 Jahren sehr gering und erschwinglich.
Je nach Lebenssituation empfehlen sich Vorsorgemodelle wie die bereits benannte Riester-Rente, Rürup-Rente, Berufunfähigkeitsversicherungen, private Rentenversicherungen, Lebensversicherungen oder auch Fondsanlagen.

Die Riester- und Rürup-Rente ist besonders für junge Altersgruppen gedacht. Mit geringen Beträgen kann von einer staatlichen Förderung profitiert werden. Sie bieten den Vorteil, dass die spätere Rentenzahlung immer im Auge behalten werden kann und keinen Schwankungen unterliegt. Somit einer sehr sichere und berechenbare Vorsorgevariante. Auch andere private Rentenverträge bieten einen zuverlässigen Vorsorgeparameter. Wird eine private Rentenversicherung abgeschlossen, weiß der Versicherungsnehmer bereits zu diesem Zeitpunkt über die Höhe der garantierten monatlichen Rentenzahlungen. Erzielt die Versicherungsgesellschaft während der Laufzeit eine Überschussbeteiligung, kann auch der Versicherungsnehmer davon profitieren, da sich die monatlichen Zahlungen erhöhen.

Auch Lebensversicherungen werden zur privaten Altersvorsorge genutzt. Der Versicherungsnehmer kann selbst entscheiden, ob er eine Kapitallebensversicherung oder eine Fondsgebundene Lebensversicherung auswählt. Diese Entscheidung sollte in erster Linie vom Vorsorgeziel abhängig gemacht werden. Kapitallebensversicherungen bieten den Vorteil, dass sie nicht nur zur eigenen Vorsorge genutzt werden sondern auch zur Versorgung der Familienangehörigen im Todesfall. Da beide Funktionen vollumfänglich abgedeckt werden, erfreut sich die Kapitallebensversicherung im Bereich der Altersvorsorge großer Beliebtheit.
Fondsgebundene Lebensversicherungen versprechen hingegen eine größere Versorgungssumme. Die eingezahlten Beträge werden geteilt. Ein Teil wird wie eine herkömmliche Spareinlage behandelt, der andere Teil hingegen wird in Fonds investiert. Dabei handelt es sich um Rentenfonds, die zuverlässig und sicher in Rentenpapieren investieren. Eine Garantie für eine höhere Versorgungssumme kann aufgrund der einhergehenden Fondsrisiken jedoch nicht gegeben werden.

Fondssparpläne und andere Fondsanlagen werden für die private Vorsorge mittlerweile verstärkt genutzt, stellen jedoch im Vergleich zu den bereits genannten Vorsorgevarianten keine zuverlässige Versorgungssumme auf. Je nach Anlagestrategie und Anlageform schwanken die Renditen und das damit verbundene Fondsrisiko. Je risikoreicher ein Fonds ist, desto höher kann die Rendite ausfallen. Fondsanlagen sollten möglichst nur auf lange Sicht angelegt werden, um Kursschwankungen aussitzen zu können und auch dem Kursverlauf eine Chance zu geben.

Die wohl herkömmlichste und sicherste Methode ist ein Banksparplan, bei dem monatlich feste Beträge auf konservative Art und Weise angelegt werden. Jedoch sind die Renditechancen, bedingt durch relativ niedrige Guthabenverzinsungen, geringer als bei anderen Anlageformen.

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