Heizöl

Bei der – in großen Raffinerien stattfindenden – Destillation von Erdöl, entsteht unter anderem Heizöl. Heizöl ist ein flüssiger Brennstoff und besteht aus den schwer entflammbaren Teilen des Erdöles.

Eine Deutsche Norm, die DIN 51603, unterscheidet zwischen verschiedenen Sorten von Heizöl. Die Qualität, entsprechend auch die Heizölpreise pro 100 Litern, steigt mit steigender Dichte und abnehmendem Schwefelgehalt. Auch das Verhältnis von Kohlenstoff zu Wasserstoff spielt hier eine entscheidende Rolle.

Die wichtigsten Sorten für den Privatverbrauch sind: Heizöl extra leicht (HEL), Heizöl Premium und Heizöl extra leicht schwefelarm (EL schwefelarm). Diese Sorten werden vorwiegend in privaten Haushalten zur Energiegewinnung verwendet.

Am häufigsten wird dabei Heizöl extra leicht verwendet. Dies bezeichnet man deswegen auch als „normales Heizöl“. Laut der DIN 51603-1 darf der maximale Schwefelgehalt nicht mehr als 2.000 mg/kg betragen. Zusätzlich muss ein minimaler Heizwert von 42.600 kj/kg aufweisen. Der Gesamtverbrauch privater Haushalte beträgt derzeit ungefähr 30%.
Der mittlere Flammpunkt liegt bei ungefähr 55° Celsius, der Siedepunkt befindet sich zwischen 200° Celsius und 360° Celsius.

Damit fällt Heizöl, genau wie Diesel, in die Gruppe der Mitteldestillate. Aufgrund der geringeren Besteuerung von Heizöl und damit verbundenen günstigeren Heizölpreisen, neigen Verbraucher dazu, Heizöl in Pkws und Lkws als Kraftstoff zu verwenden. Um dies zu vermeiden, wird Heizöl mit roter Farbe eingefärbt. Diese Farbe hat auf die Verbrennungseigenschaften jedoch keinen Einfluss. Neben der leicht entfernbaren roten Farbe wird zur besseren Überwachung Solvent Yellow 124 eingesetzt.

Der Einsatz von Heizöl in Dieselfahrzeugen gilt in Deutschland als Steuerhinterziehung. Des Weiteren darf Heizöl einen höheren Schwefelanteil enthalten als Dieselkraftstoff. So ist auf lange sicht mit Schäden in der Karosserie zu rechnen.

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