Die Karriere des Chris Mullin

In der NBA werden viele wichtige Entscheidungen über die Zusammensetzung und die Änderung des Spielerkaders der einzelnen Team von sogenannten General Managern, kurz GMs, getätigt. Natürlich ist dieser Posten auch bei den Golden State Warriors, einer NBA-Franchise aus Oakland in Kalifornien, besetzt und der nun folgende Artikel beschäftigt sich mit dem aktuellen Amtsinhaber, Chris Mullin.

Am 30. Juli 1963 wurde Christopher Paul Mullin, so sein voller Name, in Brooklyn, New York geboren, der vielen heute als Chris Mullin, Ex-NBA-Profi und amtierender General Manager der Golden State Warriors, besser bekannt ist. Chris begann sein Basketballkarriere an der Power Memorial Academy High School, wo er mit Mario Elie im Team spielte, doch im dritten High School-Jahr wechselte er an die Christ the King RHS, eine religöse High School, und wenig später fand man ihn auf der Catholic Xaverian High School in Bay Ridge, Brooklyn wieder. Sein basketballerisches Talent bleib den Colleges nicht unerkannt, sodass er mit Angeboten für Stipendien aus den ganz Vereinigten Staaten überhäuft wurde, aber Mullin entschied sich dafür, in New York zu bleiben und nahm das Stipendium der St. John’s University nahe Queens an. In den drei Jahren, die er für die Redmen auflief, wurde dreimal zum Big East Player of the Year ernannt, kam dreimal ins All-American Team, spielte für sein Land bei Olympia 1984 und gewann die Gold-Medallie, bekam 1985 den Wooden- und den USBWA College Player of the Year-Award verliehen und erreichte mit St. John’s das Final Four. Bis heute hält den Schulrekord für die jemals in einer Collegelaufbahn erzielten Punkte, Chris Mullin war den Talentscouts der NBA also kein Unbekannter, als er sich 1985 zum Draft anmeldete.

Die Golden State Warriors zogen Chris Mullin an siebter Stelle und im Gegenzug lieferte Mullin in seiner Rookie-Saison 14,0 Punkte, 1,9 Asissts und 2,1 Rebounds pro Spiel ab, was eine grundsolide Leistung darstellt. Doch Verletzungen und Probleme mit dem Alkohol zwangen Chris dazu, sich einer Rehabilitation zu unterziehen, doch danach kam er stärker denn je zurück. In den Jahren 1988/89 bis 1992/93 legte er jede Saison mindestens 25 Punkte und 5 Rebounds pro Spiel auf, was ihm zahlreiche Ehrungen einbrachte, so wurde 1992 ins All-NBA First Team, 1989 und 1991 ins All-NBA Second und 1993 ins All-NBA Third Team gewählt. Außerdem wählten ihn die Fans von 1989 bis 1993 fünfmal ins jährliche NBA-All Star Game, beim Event 1993 in Salt Lake City musste er jedoch wegen einer Verletzung aussetzen und konnte nicht antreten. 2001 beendete Chris Mullin seine Karriere im Dress der Warriors, nachdem er zuvor zwei Jahren für die Pacers aus Indianapolis gespielt hatte.

Er wird auf Ewig als einer der besten Schützen in der NBA-Geschichte in Erinnerung bleiben, denn er hatte einen Bilderbuch Sprungwurf, den er sich in harten Drills weit über die normalen Trainingszeiten hinaus erarbeitet hatte. Daher war er dafür bekannt, nie mit sich selbst zufrieden zu sein und sich mit ständigen Trainingseinheiten in Form zu halten. Seine äußeres Merkmal war der “crewcut”-Haarschnitt, der sehr stark an die typische Frisur der U.S. Marines erinnerte. Um ihn zu ehren, halten die Warriors auch heute noch vor Heimspielen den “Chris Mullin Buzz Cut” ab, bei dem diejenigen, die sich freiwillig eine Chris Mullin-Style-Frisur schneiden lassen, freien Eintritt zum jeweiligen Spiel erhalten. Viele kennen ihn des Weiteren noch aus der “Rund TMC”-Ära, als er mit Tim Hardaway und Mitch Richmond ein extrem gut punktendes Trio im Warriors Backcourt formte. Im April 2004 kehrte Mullin an seine alte Wirkungsstätte in Oakland zurück und besetzte den Posten des “Vice president of basketball operations” der Golden State Warriors.

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