Klimawandel und die politische Reaktion Costa Ricas
Jedes Ansteigen der Durchschnittstemperatur hat eine massive Bedrohung der vielfältigen Tierarten weltweit und besonders in der Antarktis zur Folge. Bei einer momentanen Erhöhung der Temperatur um 0,1 Grad in jedem Jahrzehnt verstehen sich die Konsequenzen für das Tierleben im Eis von selber.
Wenn der durchschnittliche Temperaturanstieg auch kaum Auswirkungen auf Flora und Fauna haben wird, sind unsere Pflanzen durchaus auch von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen: Die zunehmenden Unwetter und die immer häufiger werdenden Hitzewellen können bisher noch nicht genau vorhersagbare Folgen auf die Pflanzenwelt haben.
Dagegen ist die Ausbreitung der Wüsten auf unseren gesamten Kontinent eine vorhersehbare, katastrophale Konsequenz des Temperaturanstiegs, wie Experten kürzlich in einem Bericht mitteilten. Das sogenannte Wüstenwachstum, dass hauptsächlich durch Landwirtschaft und das Abgrasen der Weiden durch das Vieh entsteht, wird durch die vermehrten Dürreperioden, mit welchen wir zukünftig zu kämpfen haben unterstützt. Dies wird dazu führen, dass irgendwann geschätzte 50 Millionen Menschen auf der Flucht vor den Wüsten ihrer Heimat sein werden.
Nicht zuletzt ist die Vermehrung der Krankheiten zu erwähnen, die durch die globale Erwärmung entstehen wird. Es gibt unzählige Krankheiten, von denen befürchtet wird, dass der Temperaturanstieg ihre Verbreitung begünstigt. Eine ist das Denguefieber, die durch Moskitos übertragen wird und tödlich enden kann.
Die Frage nach einer Lösung drängt sich immer wieder auf, wenn man sich die Fakten über die Auswirkungen des Klimawandels vor Augen führt. Viele Diskussionen, unter anderem während des G8-Gipfels in Heiligendamm lieferten keine direkten Lösungen, auch wenn man sich der Lage bewußt ist und die Bemühungen nicht unterbleiben.
Allen voran setzt Costa Rica sich ehrgeizige Ziele. Präsident Oscar Arias Sánchez verkündetete, dass Costa Rica im Jahre 2021 ein CO2-neutrales Land sein solle. Dies soll durch die Stilllegung von Kohlekraftwerken und die Förderung von Autos mit Hybrid-Antrieb geschehen. Auch die Emission des Landwirtschafts- und Industriesektors soll gesenkt werden.
Das kleine lateinamerikanische Land gewinnt des weiteren schon heute vier Fünftel seiner Energie aus Wasserkraft. Außerdem ist mehr als ein die Hälfte des Landes mit Wald bedeckt, was es möglich macht, Kohlenstoff aus der Luft zu binden. Ein Viertel dieser Fläche steht unter Naturschutz, viele Teile davon befinden sich in Guanacaste, im Nordwesten von Costa Rica. Weitere Nachrichten sind auf der Website Nachrichten aus Costa Rica zu finden.
Friedensnobelpreisträger Oscar Arias Sánchez entwickelte erst kürzlich eine Agenda mit dem Namen ¨Frieden mit der Natur¨, die die komplette Einstellung des Ausstoßes von Kohlenstoff weltweit, einen Zusammenschluß alles CO2-neutraler Staaten, weitere Maßnahmen zum Schutze des Primärwaldes in Süd- und Mittelamerika und einen Schuldenerlaß für Umweltschutz in den Dritten Welt Ländern vorsieht. Dies will der Präsident zusammen mit den Vereinten Nationen durchsetzen.
Die Bemühungen um den Klimaschutz machen das kleine Land Costa Rica zu einem Vorbild für die ganze Welt. Durch eine derartige Zielsetzung und durch ein Zusammenarbeiten aller Nationen kann dem Klimawandel Einhalt geboten werden.
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