Was ist ein Blog?

Das Wort Blog ist die Abkürzung für Weblog und ist ursprünglich einfach ein Internettagebuch gewesen. In Weblogs wurden wie früher im nicht-virtuellen Tagebuch täglich Einträge gemacht. Was zunächst als Freizeitbeschäftigung für vermeintlich extrovertierte Internetuser war, entwickelte sich in den letzten vier Jahren zu einem wahren Massenphänomen. Im Gegensatz zu den Tagebüchern der brick-and-motar-Welt wurden die neusten Einträge immer nach vorne gesetzt, so dass der Leser stets den aktuellsten Beitrag auf dem Schirm hat. Zitiert ein Blogger einen anderen Blogbeitrag, so erscheint dort in der Regel ein Trackback. Hierdurch wird praktisch eine Fußnote aus der Zukunft in die Vergangenheit gesetzt. Leser des Ursprungspostings werden so auf Postings in anderen Blogs aufmerksam gemacht, die später auf der Zeitschiene erfolgten.

In den letzten Jahren hat sich das private Schreiben von Online-Tagebüchern mehr zu einem semi-professionellen bis professionellen Schreiben verlagert. Viele Unternehmen bieten Corporate-Blogs an, um die Kunden an sich zu binden.

Über die Kommentarfunktion wird sogar eine Diskussion mit den Leser und Kunden möglich. Inzwischen stehen wir kurz vor der Situation, dass aus dem Bloggen ein wahres Massenphänomen wird. Einfach zu handhabende Blogsoftware wie WordPress begünstigt diesen Trend. Die meisten Blogsoftwareplattformen ermöglichen die Einrichtung von Userkonten für Mitautoren, so dass aus einem Ein-Autoren-Blog auch ein Open-Blog werden kann, an dem diverse Autoren mitarbeiten. Auf diese Weise können also auch kleine Communities entstehen. Werden diese „Communities“ z.B. auf Basis von WordPress aufgesetzt, hat dies den Vorteil, dass die Kosten extrem klein gehalten werden können.

Ein weiterer Vorteil von Blogs ist, dass diese von Suchmaschinen z.T. erstaunlich gut gerankt werden.

Klaus-Martin Meyer

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