Prepaid Kreditkarten

Karte vorlegen und Beleg unterschreiben – das ist kurz umrissen das Prinzip von Kreditkarten. Von den Kreditkartengesellschaften und ausgebenden Banken gibt es klassische Kreditkarten, die dem Karteninhaber einen individuell festgelegten Kreditrahmen einräumen und so genannte Prepaid Kreditkarten, auf die der Inhaber vor dem Karteneinsatz ein Guthaben überweisen muss. Der Vorteil für den Karteninhaber liegt vor allem in der Überschaubarkeit der Ausgaben, schließlich kann nur der Betrag mit der Karte bezahlt werden, der vorher eingezahlt wurde.

Die Prepaid Kreditkarte eignet sich daher für auch für Schüler und Studenten, die aufgrund ihres Alters und des fehlenden Einkommens noch keine Kreditkarte bekommen können. Wenn sie jedoch im Ausland studieren oder zur Schule gehen, können die Eltern von Deutschland aus Geld auf das Kartenkonto überweisen und damit ihren Nachwuchs auch im Ausland mit Geld versorgen.

Prepaid Kreditkarten sind aber auch eine Möglichkeit für Kunden, die eine negative Schufa-Auskunft vorweisen, wieder eine Kreditkarte zu bekommen. Grundsätzlich holen die Banken bei Prepaid Kreditkarten keine Auskunft bei der Schufa ein und melden die Kartenausgabe auch noch dort hin.

Die Einsatzmöglichkeiten sind bei beiden Kreditkartenarten gleich. Je nach Kartenunternehmen – VISA oder MasterCard – stehen mehrere Millionen Akzeptanzstellen zur Verfügung. Das sind neben Shops, Boutiquen und Reiseunternehmen auch immer mehr Shops im Internet. Daneben gibt es bei beiden Kreditkartenarten auch die Möglichkeit, Bargeld am Automaten oder am Bankschalter abzuheben. In der Regel berechnen die kartenausgebenden Banken für diesen Service eine Gebühr, die bei klassischen Kreditkarten schon mal zwischen 5 und 10 Euro pro Abhebung betragen kann. Bei Prepaid Kreditkarten liegt diese Gebühr deutlich darunter. Ebenso verhält es sich beim Bezahlen mit der Karte im Ausland. Hier fällt außerhalb der EU das so genannte Auslandseinsatzentgelt an.

Prepaid Kreditkarten kosten im Gegensatz zur normalen Kreditkarten eine Jahresgebühr, während die normale Karte oft kostenlos zum Girokonto ausgegeben wird. Dafür verzinsen einige Banken das Prepaid Guthaben mit attraktiven Zinsen.

Fazit: Prepaid Kreditkarten bieten neben der Kostenkontrolle auch – abhängig vom Anbieter – Guthabenzinsen und niedrigere Gebühren. Dafür ist jedoch eine Jahresgebühr zu zahlen.


LBB - Kreditkarten und Prepaid-Kreditkarten

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