Wahrsagen Tarot

Das Wahrsagen und die fremdartigsten Bilder der Tarotkarten begleitet seit jeher ein Hauch des Sinistren und Geheimnisvollen.
Ein Teil des geheimnisumwobenen Rufs rührt von der Tatsache her, dass niemand aus sicherer Quelle weiss, wann das Tarot, als besondere Unterart der Wahrsagekunst entstand.

Was man vom Tarot sicherlich weiss, ist, dass er nachweislich im mittelalterlichen Frankreich erstmalig auftauchte – ungefähr um 1390.

Weiter ist es möglich, dass sich die Karten für die Zigeuner, welche das Kartenlegen als besondere Form des Wahrsagens auf Jahrmärkten dieser Epoche kultivierten, als Teil der Geheimlehre entwickelten.

Die sog. normalen Spielkarten, mit denen wir heute Bridge und Poker spielen, entstanden aus dem Tarot. Die modernen Okkultisten haben diese Karten dann neu gestaltet. Der Bestand wurde um einige Karten reduziert, wiederum andere in ihren wesentlichen Merkmalen verändert, sodass diese zeitgemäßer und persönlicher wurden.

An Bücher zum Wahrsagen und zur Deutung der Tarotkarten heranzukommen ist nicht schwierig. Wesentlich schwieriger ist der Umgang damit. Darunter hat jede von den 79 Karten ihre besondere “Bedeutung”, ihren symbolischen Zuständigkeitsbereich, eine große Auswirkung an subtilen Andeutungen, Einflüssen und Verbindungen, die weit in die Tiefen der okkulten Tradition hineinklingen und ihre Resonanz in der Intuition eines berufenen Wahrsagers finden sollten.

Sehr wichtig ist es, möglichst häufig mit den Karten umzugehen, sie zu studieren, über sie nachzudenken, sie auf Ihre eigene Intuition abzustimmen.

Doch wenn dies alles ein bischen ominös klingt, bereits im Mittelalter sollen recht gewöhnliche und leichtfertige Spiele mit den Karten gespielt worden sein – und es ist nichts überliefert, dass es jemandem geschadet hätte. Doch Vorsicht, der Tarot, so heißt es, lässt sich nicht verspotten.
Trotzdem viel Spass, Freude und Erkenntnis dabei.

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