Am Geldmarkt verdienen wie die Profis

Der Geldmarkt ist den privaten Anlegern nicht direkt zugänglich, hier hilft nur eine indirekte Zungangsmöglichkeit. Die eine ist das Tagesgeldkonto, die andere der Geldmarktfonds.

Der Geldmarkt an sich ist nichts anderes als eine Handelsplattform für Liquidität – die einen, wie Banken, Zentralbanken und institutionelle Anleger, haben Liquide Mittel übrig, die anderen, wie Großkonzerne, Investmentgesellschaften und Versicherungen, haben einen Liquiditätsbedarf. In der Regel handelt es sich dabei um Summen jenseits siebenstelliger Dimensionen, weshalb hier nur die großen Anleger teilnehmen können. Die Liquidität wird anhand von Sicherheiten vergeben, zumeist zu festen Zinsen. Da die Zentralbanken die Leitzinsen festlegen und gleichzeitig der größte Anbieter von Liquidität sind, hängt dieser Markt sehr direkt von der Gestaltung des Leitzinses ab. Die Anleihen, die hier gehandelt werden, sind oft Schuldscheindarlehen mit Summen bis zu 100 Millionen Euro oder auch typische Festgelder oder sog. Kündigungsgelder. Die Zinsen bei den Anlagen am Geldmarkt sind in der Regel fix, weshalb die Anleger hier keine maximale Rendite zu erwarten haben, aber immerhin eine Rendite, die deutlich oberhalb des Leitzinses liegt.

Der Geldmarktfonds bietet dem privaten Anleger eine Gelegenheit am Geldmarkt teilzunehmen. Während das Tagesgeld eine feste Verzinsung, unabhängig von den Entwicklungen am Geldmarkt garantiert, reagiert der Geldmarktfonds auf Schwankungen am Geldmarkt. So kommt es beispielsweise, dass die Geldmarktfonds trotz der immensen Menge Geld, die die Zentralbanken in der Krise der US Immobilienfonds in den Gelmarkt gepumpt haben, an Wert haben zulegen können – natürlich begünstigt durch den Umstand, dass der Geldmarkt statt Goldzertifikate den Investmentbankern als sicherer Hafen gedient haben und somit auch die Nachfrage entsprechend hoch war.

Der Geldmarkt bietet mittlerweile viele Gelegenheiten, auch als privater Anleger, die Rendite zu maximieren.

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