Staffelei mit Schwingungsdämpfung

Gerade bei großformatigeren Bildern stört es bei der Malerei extrem, wenn die Chose beim Farbauftrag ins Schwingen gerät. Staffeleien mit ihren relativ grazilen Beinchen neigen sehr dazu, dem Druck nachzugeben und hin und her zu pendeln. Anfangs habe ich mir damit geholfen, daß ich mein Trimmrad dahinter geschoben habe und eine Schnur links und rechts mit einem in den Spannrahmen geschlagenen Nagel verbunden habe. Der Lenkgriff sorgte dann für die nötige Stabilisierung. Bei kleinen Formaten war mir das zu aufwendig. Ich habe dann nach dem Vorbild der Schwingungsdämpfung von Hochhäusern in die in der Mitte eingehängte Tischplatte (Eigenbau), die Mischmittelflaschen und sonstige Utensilien aufnimmt, ein Loch (32 mm) gebohrt und nach einem Belastungstest meine 10 Kg schwere Hantel dort eingehängt. Das reicht, um normale Schwingungen gut wegzudämpfen. Die Tischplatte, die schon die Instabilität bis zur Mitte beseitigt und irgendwelche Verschiebunge verhindert, ist, wenn ich die Staffelei mal mitnehmen mußte, ganz schnell ausgehängt.
Und die Hantel ist mit drei Umdrehungen der großen Mutter, sollte mich der sportliche Ehrgeiz zur Muskelstählung mal übermannen, sehr schnell “betriebsbereit”.

Hier ist das Foto der Staffelei. Zusätzlich habe ich das hintere Standbein ab Tischplatte begradigt und senkrecht nach unten geführt, weil ich regelmäßig darüber gestolpert bin. Es besteht jetzt aus einer Alu- U- Schiene mit Gummifuß. Ich habe ja bereits einen Beitrag über meine Kleinpaletten geschrieben, zur Farbverdünnnung oder Mischung mit konsistenzverändernden Flüssigkeiten benütze ich handelsübliche Einwegspritzen, die eine genaue Dosierung ermöglichen. Sie scharfe Spitze wird, wenn die Kanüle dranbleiben kann, einfach abgezwickt. Um Verwechslungen der Mischmittel auszuschließen, steckt die jeweils zugehötige Spritze in einer Tesaschlaufe seitlich am Behälter.

Über dem vorderen Tischteil, der die Ausladung der Vorderbeine abdeckt, lege ich zerrissene alte Handtücher oder Ähnliches, so daß ich den Pinsel beim Farbwechsel (zB. bei der Blumenmalerei sehr praktisch) ganz einfach abwischen kann, ohne zwei Hände verwenden zu müssen.

Wenn ich aus Übersichtsgründen einen größeren Abstand zum Bild halten muß, habe ich mir für die Pinsel eine Teleskopverlängerung gebaut, die runde, konische Stiele in der Aufnahmebohrung sicher hält, es vereinfacht die Gestaltung von manchen Objekten sehr. Zuerst hatte ich befürchtet, durch die Verlängerung zu sehr zu zittern, das hat sich aber nicht bewahrheitet.

Meine fertigen Öl- und Acrylbilder habe ich auf meiner Homepage, nach Kategorien geordnet, ausgestellt.

Viel Spaß beim Betrachten!

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