Haarausfall kann jeden treffen

Haarausfall kann den Menschen in fast allen Lebensphasen betreffen.
Schon Kinder können unter alopecia areata leiden, einer ausgeprägten Form von Haarausfall.
Auch junge Männer im Alter von 15-20 Jahren haben manchmal schon die ersten Anzeichen von Haarausfall. Ab 20 weitet sich dann der Haarausfall rasch aus, was gerade diese wichtige Lebensphase zur Hölle machen kann. Meist handelt es sich hier um den erblich bedingten Haarausfall, die androgenetisch bedingte Alopezie.
Haarausfall von Frauen hängt mit Veränderungen im Hormonhaushalt wie Schwangerschaft und Wechseljahre zusammen.
Der Begriff Haarausfall ist mit Vorsicht zu gebrauchen, denn dem Menschen fallen durchschnittlich zwischen 20-100 Haare täglich aus. Die Grenzen vom normalen Haarausfall bis zum wirklich haarvermindernden Haarverlust sind nicht starr, er beginnt etwa bei 100 Haaren täglich. Dabei hängt es auch davon ab in welchen Bereichen, wieviele Haare ausfallen. 100 Haare täglich gleichmäßig über den ganzen Kopf verteilt fallen lange Zeit nicht auf, konzentriert sich der Haarausfall auf einzelne Regionen (Alopecia Areata) so führt dies schnell zu kahlen Stellen und teilweiser Glatze.

Wichtig ist, daß es wesentliche Unterschiede bei der Behandlung bei Frauen und Männern sowie bei Alopecia areata gibt, die auf der unterschiedlichen Ursache und hormonellen Situation beruhen.
Es gibt heute verschiedene wirksame Möglichkeiten, gegen Haarausfall etwas zu tun. Die wichtigsten sind Hemmung der Ausfallmechanismen, Stimulierung neuen Haarwuchses, Beseitigung begleitender Hauterscheinungen (vor allem von Schuppen) sowie die Sicherstellung einer ausreichenden Zufuhr von wichtigen Haaraufbaustoffen

Diesen einzelnen Ansätzen müssen wir uns widmen, um zu einer optimalen Lösung des Haarausfall-Problems zu kommen.

Seit 1999 ist Finasterid (Handelsname Propecia) in Deutschland als Medikament gegen den androgenetischen Haarausfall bei Männern zugelassen. Die Tablette wird einmal pro Tag oral eingenommen. Wie Minoxidil muss Finasterid für eine Periode von 3-6 Monaten angewendet werden, um einen Erfolg zu sehen. Die Behandlung muss kontinuierlich weitergeführt werden. Die Anwendungskosten sind relativ hoch.

Minoxidil (Handelsname: Regaine)
Als “Nebenwirkung” dieses eigentlich als Blutdruckmittel entwickelten Präparates tritt bei Einnahme relativ häufig Haarwuchs auf, der zu einer Arzneimittelzulassung für diese Indikation zur äußerlichen Anwendung geführt hat. Minoxidil ist in topischer Form das am meisten angewendete Produkt. Es scheint durch schrittweises Vergrößern der Haare zu arbeiten und Haar-Follikel, die zu schrumpfen begonnen haben, zu verlängern. Als Wirkmechanismus wird dabei eine Förderung der versorgenden Gefäße angenommen

Haartransplantation

Wenn alle anderen Möglichkeiten versagen, bleibt oft die Haartransplantation die letzte Möglichkeit.

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