Regentonne mit elektrischer Wasserpumpe

Meine Frau hat sich einige echte Papyrus- Stauden (Cyperus papyrus) zugelegt, die das extrem kalkhaltige Wasser (Härte >3) aus der Leitung absolut nicht vertragen. Und für die Rhododentren ist Regenwasser auch geeigneter. Die Lösung des Problems oblag (wie immer) mir. Ich habe mir dann im Baumarkt eine 208 Liter fassende Regentonne (unter 20.-€) gekauft, dazu ein Adapterstück zum Einsatz in die Regenröhre, das bei Starkregen das Wasser einfach in der offenen Mitte durchleitet. Voraussetzung der Konstruktion: es muß alles reversibel sein, also entfernt werden können, ohne daß irgendwelche Beschädigungen verursacht wurden. Der Ablaufschlauch ist hier unter der Treppenstufe vom Wohnzimmer zur Terrasse durchgezogen und führt dann zu der knapp 2 m tieferstehenden Tonne, die direkt neben dem Fenster meines im TG befindlichen Hobbyraumes -(Fotos hier)- steht, sie ist von oben fast nicht zu sehen und reicht aus, um den kleinen Garten mehrmals zu bewässern.

(Man kann die Tonne natürlich auch eingraben, wenn so eine schöne Möglichkeit, das Ding elegant zu verstecken, nicht gegeben ist, nur ein ca. 15x 15 cm großer Schacht für die Pumpe müßte dann daneben sein, oder man verwendet eine Tauchpumpe.)

Lästig war anfangs nur die Schlepperei der gefüllten Gießkannen über den Abhang nach oben, so daß ich mir im Wertstoffhof aus einer (3! Jahre alten) Waschmaschine eine Laugenpumpe samt 2,5 m Ablaufschlauch geholt habe, die beim Testpumpen die Höhendifferenz von ca. 2 m sicher schaffte und dank des größeren Schlauchdurchmessers beim Kannenfüllen schneller war wie der Ablaufschlauch unten am Fasshahn, der nur die Schwerkraft nutzte.

Jetzt blieb nur das Problem der absolut wettersicheren Schaltung der Pumpe. Die Schaltung ist ja recht simpel , nach dem Grundsatz: nur Niederspannung zum Schalten verwenden. Das Relais stammt aus einem alten Monitor, die Reedkontakte gibt es beim Bauteile- Shop. Geschaltet wird der Reedkontakt durch einen “Aktuator”, einem sehr starken Magneten aus einer 3 1/2″- Platte, die Headcrash hatte.

Alles ist in einem Fahrradschlauch absolut wasser- und wetterfest verpackt, der rote Schaltgriff muß nur nach oben geklappt werden und ist ganz leicht nach erfolgter Füllung wieder UNVERLIERBAR (ich weiß, wovon ich rede) nach unten zu klappen. Der Reedkontakt ist durch eine Schutzdiode – Typ unkritisch, von der Serie 1N400x so ungefähr alle-, die die Abschalt- Induktionsspannung der Relaiswicklung kurzschließt, geschützt. Die 12 V stammen von einem Netzteil im Hobbyraum, das ständig die Fensterüberwachung speist und daher als einziges nicht abgeschaltet wird.

In den Fotos ist links der unbetätigte, rechts der betätigte Schalter mit dem roten Griff zu sehen. Der Pumpe habe ich einen Kunststoffhut, der als Spritzschutz dient, aufgesetzt, sie steht in einer unzugänglichen Ecke hinter dem Fass, in die kein Wasser kommt.

Das Ganze hat sich bereits bewährt und selbst meine Frau hat es bisher nicht geschafft, es kaputt zu machen.

Meine Öl- und Acrylbilder, die ich male, wenn ich grade mal nichts baue oder repariere, sind nach Themen geordnet, auf meiner Homepage zu sehen. Viel Spaß dabei und beim Gartengießen!

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