In Deutschland ist in den letzten Jahren die Zahl der Touristen, die ihren Urlaub sportlich aktiv erleben möchten stark angestiegen. Beliebt sind dabei vor allem Trekkingtouren, Radreisen und das Wasserwandern. Insbesondere das Radwandern erfreut sich zunehmender Popularität, wie auch die stetig wachsende Anzahl der Radfernwege nahe legt. Die Mehrzahl der Radtouristen verbringt dabei ihren Urlaub in Deutschland, wodurch sich ein nicht zu vernachlässigender wirtschaftlicher Effekt für die betroffenen Regionen ergibt (Quelle: Richter, Dr. W.; Fahrradtourismus in Deutschland – Entwicklung und Qualitätssicherung; ADFC 2007). Dies kann insbesondere für strukturschwache Regionen wie z.B. Vorpommern von Bedeutung sein, da Urlauber angelockt und somit Arbeitsplätze auch in touristisch weniger erschlossenen Regionen geschaffen werden können. Wichtig ist hierbei auch, dass es keiner großen Investitionen der Anbieter bedarf um Touristen anzulocken, da die Mittel für den Ausbau der Radwege durch öffentliche Träger bereitgestellt werden. Somit kann auch der neu geschaffene
Radfernweg Berlin-Usedom einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der ländlichen Gebiete Brandenburgs und Vorpommerns leisten.
Bedingt durch das hohe Kundenpotential, die große Anziehungskraft und die gute Verkehrsanbindung der Hauptstadt sowie die Attraktivität der vorpommerschen Ostseeküste kann eine hohe Frequentierung auf dem Berlin-Usedom-Radweg erwartet werden. Folglich wächst der Kundenkreis für Beherbergungs-, Gastronomie- und Campingbetriebe entlang der Strecke. Um die Attraktivität des Radweges für die Urlauber weiter zu erhöhen, gehen eine Vielzahl touristischer Dienstleister dazu über, ihren Service konkreter auf die Bedürfnisse der Radfahrer auszurichten (Quelle: IHK Potsdam, Umfrage zur Bedeutung des Radtourismus in Brandenburg, 2003).
Als weitere Unterstützungsmaßnahme wurde im August 2007 von verschiedenen regionalen Tourismusverbänden (u.a. aus Vorpommern und dem Barnim) ein Internetportal eingerichtet, das Informationen über die Strecke, die Übernachtungsmöglichkeiten und Pannenservicestationen bereitstellt.
Diese Maßnahmen, sowie weitere Anstrengungen seitens der Bundesländer, sollten dazu führen, dass der Radtourismus zu einem Erfolgsfaktor für die ländlich geprägten Regionen Vorpommerns und Brandenburgs wird.
Andere Beiträge von lalelu90 | 30. August 2007 |
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Kategorie: Sonstiges