Die Bauchtänzerin und der Bauchtanz in der Türkei (1001 Nacht)
Die Tänzerinnen in der Türkei bezeichnen sich seit geraumer Zeit lieber mit dem Titel “Oryantal”, da der Begriff Dansöz im engl. Danseuse) in der Türkei negativ behaftet ist und in Richtung leichtes Mädchen geht, wovon sich die ernstzunehmenden Tänzerinnen in der Türkei distanzieren wollen. Korrekt wäre also z.B. Oryantal Asena. Türkische Bauchtänzer bezeichnet man als Zenne oder auch Dansör (engl. Danseur). Das Wort Zenne ist eine alte Überlieferung von einer Zeit, wo hauptsächlich männliche Bauchtänzer im osmanischen Reich tanzen durften. Mehrere Jahrhunderte war es bei den Osmanen üblich das Frauen für Frauen und Männer für Männer, teilweise auch in Frauenkleidern, tanzten. Diesen tanz verkörperten unter anderem auch die Eunuchen an den zahlreichen Höfen der Sultane und Pashas.
Der türkische Bauchtanz hat weit über 500 Jahren bestand und hat sich eine einzigartige Art entwickelt die nirgendswo anders zu finden sind.
Eine wichtige Rolle im türksichen Bauchtanz ist der Gebrauch von ungleichen Rhythmen wie karsilama (einem 9/8 Rhythmus) und dem Devri Hindi (7/9 Rhythmus). Diese Rhythmen wurden nirgendwo sonst gefunden, außer in der Türkei. Obwohl der 7/8 Schlag (Devri Hindi) in Hindustan seine Wurzeln hat.Türkische Tänzerinnen neigen dazu, sehr reizvoll und offenherzig zu sein und ihre Kostüme überlassen nichts der Phantasie und vor allem hochhackige Schuhe dürfen bei einem Auftritt nicht fehlen.
Türkische Tänzerinnen fangen schon im frühen alter an den orientalischen Tanz/ Bauchtanz zu tanzen, anders als ihre ägyptischen Schwestern. Vieler der türkischen Bauchtänzerinnen erlangten, unter anderem auch durch ihre sexuellen Beziehungen zu Musikern, Sängern oder Kasinoinhabern Berühmtheit.
Euer Zadiel
Bauchtänzer Zadiel: www.Zadiraks.de
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