Mitesser – Richtige und hautschonende Entfernung
Wie entsteht ein Mitesser?
Grundsätzlich werden zwei verschiedene Arten von Komedonen unterschieden – der „Whitehead“ und der „Blackhead“. Der Whitehead ist als geschlossenes weißes Knötchen erkennbar, der Blackhead ist ein dunkel gefärbter, offener Mitesser. Die dunkle Färbung basiert auf einer chemischen Reaktion mit dem Luftsauerstoff. Die Farbe des Mitessers hat nichts mit Hygienegewohnheiten zu tun, die dunkle Färbung entsteht durch die Einwirkung von Licht und Bakterien.
Komedonen entstehen, wenn bei erhöhter Talgproduktion der Ausführungsgang der Talgdrüse verstopft wird. Der Haarkanal wird von Partikel verschlossen, der produzierte Talg gelangt nicht mehr an die Oberfläche der Haut. Im Inneren der Talgdrüse befinden sich Hornlamellen, welche für den Abtransport des Talges zuständig sind. Diese werden nun durch die Masse des Talgs zusammengedrückt und verhärten zusehends. Der Drüsengang verstopft sich – der daraus resultierende Pfropf aus Hornzellen und Talg wird als Mitesser bezeichnet.
Auf die richtige Entfernung kommt es an
Vermeiden Sie es, selbst Hand anzulegen. Durch Quetschen und Drücken wird meist nur noch alles schlimmer. Der Talg wird in tiefer liegende Hautschichten gedrückt und Bakterien werden durch die unsachgemäße Behandlung des Mitessers verteilt. Die Entzündung wandert noch tiefer ins Gewebe und kann auch auf andere Hautstellen übergreifen. Die Behandlung bei einer Kosmetikerin ist hier prinzipiell die beste Lösung. Im Kosmetikstudio wird die Haut mittels Ausreinigung und Dampf vorbereitet, anschließend geht es den Mitessern professionell an den Kragen. Auf die richtige und schonende Entfernung der kleinen Störenfriede kommt es an, um eine Weile von ihnen verschont zu bleiben.
Wenn Sie es nicht lassen können und im Notfall auch mal selbst einen Mitesser oder Pickel entfernen möchten, orientieren Sie sich an der Vorgehensweise in einem professionellen Kosmetikstudio.
Bereiten Sie Ihr Gesicht mit Hilfe einer warmen Kompresse auf die Prozedur vor. Tauchen Sie ein Handtuch in warmes Wasser, legen sich dieses auf das Gesicht und lassen die warme Feuchtigkeit mindestens 10 Minuten einwirken. In diesem ersten Schritt werden die Pickel aufgeweicht.
Desinfizieren Sie anschließend die Mitesser und die Hände mit einem Desinfektionsmittel oder After-Shave. Nun ist der Mitesser an der Reihe. Greifen Sie niemals mit bloßen Händen zu, sondern umwickeln Sie Ihre Finger mit einem sauberen Papiertaschentuch. Setzen Sie die Finger möglichst eng am Pickel an und ziehen die Haut auseinander. Wenn der Talg nicht austritt, drücken Sie zart zu. Hat auch das nicht den erhofften Erfolg gebracht, ist der Mitesser noch nicht reif genug und sollte nicht mit sanfter Gewalt entfernt werden.
Abschließend ist eine nochmalige Desinfektion wichtig, damit sich in der behandelten Stelle keine Keime einnisten können.
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