Der Cowboystiefel

Der charakteristische Westernstiefel – im alltäglichen Sprachgebrauch ebenfalls als Cowboystiefel bezeichnet – war und ist die charakteristische Bekleidung für den Fuß für einen sogenannten Rinderhirten – kurz Cowboy. Die Galloschen zeichnen sich vornehmlich durch ihre angehobenen Hacken aus, der sich beim Reiten im Steigbügel des Sattels einhakt und so überdies Sicherheit auf dem Hengst eröffnet. Des Weiteren tragen sie entscheidende, spitz zulaufende Fußballen, die das Hineingehen in den Steigbügel insgesamt vereinfachen.

Der Ursprungsstiefel soll der der gängige Stiefel des Militärs gewesen sein, der zu Anfang des 19. Jahrhundert entstand. Wer verständlicherweise die Beschäftigung des Cowboys beherrschte, konnte mit einem solchen Stiefel nur ein bißchen was anfangen, denn das Schuhwerk war für den stressigen Platz auf dem Pferd viel zu plump und daher nur wenig angenehm. Vermutlich soll Charles Hayer aus Kansas für den neuen Cowboystiefel, wie wir ihn zu diesem Zeitpunkt haben, federführend gewesen sein. Denn er erstellte für einen Berufscowboy einen Stiefel nach seinen Wünschen; dabei gestaltete er die spitze Form und verschaffte dem Stiefel seinen heutigen Anblick durch den höheren Absatz. Der Cowboystiefel setzte sich nach und nach unter den Berufscowboys durch, und wird zu diesem Zeitpunkt hochwertiger denn je hergestellt. Inzwischen werden die Cowboystiefel mit erfinderischen Nähereien bestückt und aus andersartigen Tönungen manuell geschneidert. Wertvolle Stiefel haben eine rahmengenähte Schuhsohle und sind teilweise mit und ohne Innenfutter zu erwerben – je nach Bedarf.

Um die Cowboystiefel zu reinigen, ist es ratsam, umgehend nach dem Erwerb der Stiefel eine Imprägnierung einzuleiten. Das behindert Dreck und Niederschlag am Durchnässen in die Schuhsohle und säubert ansonsten das Leder durch die beinhalteten Fette und Wachse.

Eine Imprägnierung ist daher eine Art Schutzfilm, der über das Leder verteilt wird. Insgesamt sind zwei Behandlungen notwendig, um einen geeigneten Schutzfilm erzielen zu können.

Um die Färbung des Stiefels zu verbessern, kann je nach Leder eine Schuhpaste oder ein wasserbasierendes Fabrikat zur Pflege Verwendung finden. Sollte zufälligerweise die übereinstimmende Farbe für den Cowboystiefel nicht zu kriegen sein, kann eine dunklere Farbabstufung bestimmt werden, die dem Leder gleichwohl die ureigene Farbtiefe nachahmt. Um den gröbsten Dreck wegzunehmen, genügt eine Bürste mit weichen Borsten, mit der der eingetrocknete Dreck der Garaus gemacht werden kann. Wenn sich unansehnliche Wasserränder oder Schneeränder entstanden sein sollten, kann eine Nassreinigung nicht mehr umgegangen werden. Denn mit einem besonderen Schaum oder Waschcreme sind auch jene Sedimentbildungen am Cowboystiefel geschwind und problemlos zu vernichten. Damit man lange Vergnügen an den Cowboystiefeln hat.

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