Nabelschnurblut – Was ist Nabelschnurblut

Nabelschnurblut stammt aus der Nabelschnur und der Plazenta eines Säuglings. Es kann nur einmal, und zwar direkt bei der Geburt eines Kindes, gewonnen werden. Bedeutung hat das Nabelschnurblut in der Stammzellenforschung. Denn es ist reich an teilungsfreudigen Stammzellen. Diese besitzen noch keine ausdifferenzierte Funktion. Eingesetzt wird Nabelschnurblut bei der Behandlung von Leukämie, angeborenen Stoffwechselerkrankungen, Krebserkrankungen, Blutbildungsstörungen und Immundefekten.

Nabelschnurblut kann risikofrei und schmerzlos gewonnen werden. Zur Gewinnung von Nabelschnurblut wird der Säugling vorsichtig, von geschultem Personal abgenabelt, so dass wenig Blut verloren geht. In einem Labor werden die Stammzellen aus dem Blut isoliert. Die Stammzellen werden auf Krankheiten, wie HIV und Hepatitis untersucht.

Danach werden sie in flüssigen Stickstoff bei minus 196 Grad eingefroren. Nach dieser Behandlung spricht man von einem „Stammzellen-Präparat“. Für die Lagerung von Nabelschnurblut gibt es spezielle „Nabelschnurblutbanken“.

Es besteht die Möglichkeit Nabelschnurblut zu spenden. Das Kind hat später aber keinen Anspruch, die Stammzellen aus seinem eigenen Nabelschnurblut nutzen zu können. Da diese Stammzellen später gegen Gebühr abgegeben werden, ist diese Spende für die Eltern kostenlos. Ein Teil der Kosten wird auch durch Spendergelder abgedeckt.

Nabelschnurblut kann man in bisher 70 Kliniken in Deutschland spenden. Diese Nabelschnur-Präparate werden zur Behandlung von Patienten oder in der Forschung eingesetzt. Möchte man das Nabelschnurblut für das eigene Kind aufbewahren, kann man es bei privaten Nabelschnurbanken einfrieren lassen. Die Kosten liegen hierbei, bei bis zu 2500 Euro. Da die Menge des Nabelschnurblutes aber recht gering ist, kann es bei Erwachsenen geschehen, dass es im Falle einer nötigen Stammzellen-Transplantation nicht ausreicht.

Zu bedenken ist auch immer, das Nabelschnurblut auch kranke Gene beinhalten kann.

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