Reifenprofil von Winterreifen und Sommerreifen

Die Autoreifen bilden mit ihrem Profil die Kontaktstelle zwischen Fahrzeug und Fahrbahn und sind insofern ein ganz wesentlicher Faktor für die Sicherheit im Straßenverkehr. Eine der wichtigsten Aufgaben des Reifenprofils ist es, bei regennasser Fahrbahn das anstehende Wasser zu verdrängen und so einem Aufschwimmen der Reifen entgegen zuwirken (Aquaplaning). Bei Winterreifen sorgt das Profil für den notwendigen Griff bei Eis und Schnee. Um die unterschiedlichen Anforderungen von Winterreifen und Sommerreifen gerecht zu werden, wird das Profildesign an die jeweiligen Verhältnisse angepasst. Darunter versteht man die Anordnung der Profilblöcke.

Um zu verhindern, dass Reifen völlig blank gefahren werden und damit ein massives Sicherheitsrisiko darstellen, wurde vom Gesetzgeber eine Mindestprofiltiefe festgesetzt, die bei Autoreifen bei 1,6 mm liegt. Experten sind sich allerdings einig, dass die Mindestprofiltiefe als absolute Untergrenze anzusehen ist.

So ist davon auszugehen, dass ein Reifen mit 1,6 mm Profiltiefe nur noch eine Wasseraufnahme von ca. 15% im Verhältnis zu einem Neureifen aufweist. Erhöhte Aquaplaning-Gefahr ist die Folge. Das gleiche gilt für Winterreifen. Auch bei Winterreifen muss man damit rechnen, dass bei einer Profiltiefe von 1,6mm nur noch ein Bruchteil der Griffigkeit bei verschneiter oder vereister Fahrbahn vorliegt. Bei Sommerreifen sollte die Profiltiefe deshalb 3 mm nicht unterschreiten, während man bei Winterreifen bereits bei einer Profiltiefe von 4 mm an einen Wechsel der Reifen denken sollte. Bei diesem Vorgehen kommt man schließlich auch nicht in die Not, dass bei einem etwaigen Unfall die Versicherung nicht haftet. Dies ist nämlich der Fall, wenn das Reifenprofil nicht die Mindestprofiltiefe von 1,6mm aufweist.

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