Webhosting und Externe Registrare
Von Michael Suess:
In diesem Artickel wird gezeigt, warum es im Allgemeinen keine gute Idee ist, seine Domänen auch gleich bei seinem Provider für Webhosting zu registrieren. Es gibt jede Menge externe Registrare, die das gern übernehmen. Hier sind die Gründe in Kurzform und in keiner bestimmten Reihenfolge:
- Was passiert, wenn man mal Streß mit seinem Webhoster hat? Wenn man sich über Verträge nicht einig ist, wegen schlechter Erreichbarkeit kündigen möchte oder einfach nur die Nase voll von schlechtem Support hat? Wenn man seine Domäne jetzt auch beim Hoster registriert hat, muss man zur Übertragung der Domäne an einen anderen Hoster einen so genannten KK-Antrag ausfüllen. Und jetzt kommt es: dieser Antrag muss vom derzeitigen Hoster bearbeitet und genehmigt werden. Und wer glaubt, dass der Hoster das jetzt tun möchte, wo man vielleicht gerade mit ihm im Streit liegt? Viele Provider für Webhosting tun genau das in einer solchen Situation nicht, bis man sich geeinigt hat. Oftmals zuungunsten des Kunden, der ja einfach nur möchte, dass seine Seite so schnell wie möglich wieder erreichbar ist. Ganz anders die Situation, wenn man seine Seite bei einem externen Registrar registriert hat: einfach neuen Account bei einem anderen (und hoffentlich besseren Webhoster) anlegen und beim Registrar die IP-Adresse zur Domäne umstellen – und spätestens innerhalb von 24h ist die Seite weltweit unter der neuen IP erreichbar und der alte Host hat nix in der Hand, um seinen Kunden zu erpressen.
- Man muss gar nicht so weit gehen, den Webhostern Boshaftigkeit zu unterstellen – aber es kommt ja auch schon mal vor, dass ein solcher Hoster Pleite geht und seine Server runterfahren muss. Und wer glaubt, dass in den Wirren der Insolvenz noch viel Zeit für das Ausfüllen und Genehmigen Ihres KK-Antrages bleibt, mit dem Sie ihre Seite endlich auf einen anderen Server legen können? Auch hier ist die Lösung mit dem externen Registrar zu bevorzugen: einfach IP Umstellen, und schon ist man wieder im Geschäft…
- Vielleicht ist man ja auch auf die Idee gekommen, seine Webseiten auf einem ausländischen Server hosten zu lassen. Gerade Webhosting in den USA ist aufgrund des derzeitigen Dollarkurses eine sehr gute Idee. Das Problem dabei: die Provider im Ausland verstehen nur in den seltensten Fällen deutsch und werden sich daher auch schwer damit tun, einen deutschen KK-Antrag zu bearbeiten. Eine deutsche Domäne als externe Domäne in ihre Systeme einzutragen dürfte dagegen nur in den seltensten Fällen ein Problem sein. Gerade für Webhosting in den USA sind externe, deutsche Registrare daher essenziell.
Von den Features beim Webhost ist die externe Registrierung übrigens überhaupt kein Unterschied, da dieser die Domäne auch in sein System einträgt. Damit kann sie dann ganz normal und mit allen Features genutzt werden. Einige werden jetzt vielleicht noch als letztes fragen: Und was ist mit den Kosten? Sind externe Registrare nicht teurer? Wozu man nur antworten kann: so eine Domäne kostet in den meisten Fällen weniger als 8€ im Jahr. Soviel sollte einem die Erreichbarkeit seiner Webpräsenz schon wert sein…
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