Tagesgeld auf 4-Jahres Hoch

In den letzten Jahren hat sich das Tagesgeld zu einer sehr beliebten Geglanlage gemausert. Auf der einen Seite bietet es beinahe ähnlich hohe Renditen wie das Festgeld (wenn man Neukundenaktionen mit einbezieht dann gibt es beim Tagesgeld sogar mehr Zinsen als beim Gestgeld) und auf der anderen Seite hat man eine wesentlich höhere Flexibilität. Während beim Festgeld durchschnittlich 4,3 bis 4,4% Zinsen p.a. gezahlt werden, sofern sich der Anleger mindestens zwei Jahre bindet und über diesen Zeitraum über sein Guthaben nicht verfügen kann, werden beim Tagesgeld mittlerweile ebenfalls über 4% Zinsen p.a. gezahlt. Manche europäische Bank bietet gar 5% aufs Tagesgeld. Somit ist das Tagesgeld nicht nur beinahe so attraktiv wie das Festgeld, sondern streng genommen noch attraktiver als Festgeld: da beim Tagesgeld die Zinsen vierteljährlich gutgeschrieben werden (etwa bei der Comdirect, bei Cortal Consors oder bei der 1822direkt) bekommt man beim Festgeld die Zinsen meistens nur jährlich gutgeschrieben. Dies kommt zwar auch bei manchen Tagesgeldkonten vor, jedoch nicht bei den Marktführern in Deutschland.

Weiterhin hat das Tagesgeld eigentlich keinen Nachteil gegenüber dem Festgeld: die Absicherung ist in der Regel zu 100% gewährleistet (etwa durch den Sparkassen-Sicherungsfonds Hessen-Thüringen im Falle der 1822direkt), weshalb ein Totalverlust im Gegensatz zu anderen Geldmarkt-basierten Anlagen wie etwa den Geldmarktfonds ausgeschlossen werden kann.

Tagesgeldkonten haben dem Sparbuch schon lange den Rang abgelaufen und sind im Begriff auch das Festgeld in Punto Attraktivität zuüberholen. Fraglich nu, wie lange die Deutschen noch auf ihre liebsten Geldanlagen, Sparbuch und Festgeld, vertrauen statt endlich die Zeichen der Zeit zu erkennen und aufs Tagesgeld zu setzen. Die jüngeren Anleger, mit meist akademischem Hintergrund gehen bereits dazu über, aber die Mehrheit der Anleger sind noch weit davon entfernt.

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