ING DiBa: wenig attraktives Tagesgeld

Im Jahr 2002 war die ING DiBa eine Bank mit etwa 1 Million Kunden und nur wenig Perspektive dies in angemessen kurzer Zeit zu verbessern. Die zündende Idee, mit der dieses dann doch gelang, war das Tagesgeldkonto der ING DiBa, welches zum damaligen Zeitpunkt sehr gute Konditionen bot. So strömten dann doch viele neue Kunden zur ING DiBa und damit schien die Rechnung aufzugehen.

Interessant ist, dass gerade junge Kunden zur ING DiBa gegangen sind. Vorwiegend akademischer Hintergrung, vorwiegend besserverdiendende (oder potentiell besserverdienende) und internet affin. Das diese Zielgruppe sehr interessant für jede Bank sein muß, ist keine Frage. Interessant ist nur, wie sich eine Bank wie die ING DiBa verhält, wenn man in gut fünf Jahren ca fünf Millionen neue Kunden gewonnen hat: das Tagesgeld der ING DiBa kann mit den Angeboten der Konkurrenz, wie der comdirect, Cortal Consors, der 1822direkt oder Credit Europe nicht konkurrieren.

Bei der ING DiBa hat man offenbar genug Kunden und ist primär darum bemüht, diese Kunden durch Cross-Selling Maßnahmen zu halten bzw halten zu wollen, als neue Kunden durch ein gutes Tagesgeldkonto zu gewinnen.

Neue Kunden über das Tagesgeld gewinnen zu wollen ist eine gern genutzte Maßname: nahezu alle Banken die vorwiegend über das Internet mit dem Kunden kommunizieren wollen und als sog. Direktbank auftreten, haben genau diese Art von Neukundenaktion im Programm: sei es dier comdirect oder die 1822direkt oder gar der Ableger der Deutschen Bank, die Norisbank. Allen diesen Angeboten ist gemein, dass sie Anreize für neue Kunden bieten und dann, wie die ING DiBa nun vorlebt, auf die Trägheit der Tagesgeldkunden setzt. Jeder Inhaber eines Tagesgeldkontos sollte sich fragen, ob es nicht wieder an der Zeit ist zu wechseln und sich eine der vielen Neukundenaktionen für Tagesgeld zu sichern.

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